Archiv für das Tag 'zuhören'

Nov 28 2008

Führungsverhalten: Zuhören ist eine Kunst!

Abgelegt unter Führungsverhalten

Stephen Covey beschreibt in seinem Bestsellter “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg”, dass man sich darum bemühen sollte zunächst zu verstehen und erst dann verstanden zu werden.

Nicht selten wird miteinader kommuniziert ohne dass überaupt verstanden wird was der Gesprächspartner eigentlich möchte. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass eine der selbstverständlichsten Dinge dabei unberücksichtigt bleibt: Zuhören! Und jedesmal wenn ich dies in einem Vortrag oder Seminar erwähne, kann ich sehen wie die Menschen reihenweise abwinken oder zum Ausdruck bringen “Ach ja… kenne ich, kann ich schon.”.

Fakt ist, dass fast unsere komplette Kommunikation auf vier Faktoren beruht: Zuhören, sprechen, lesen und schreiben. Zusammen machen diese Aktivitäten weit mehr als die Hälfte unseres Tages aus (zumindest des Teils in dem wir nicht schlafen). Und dabei wird (neben dem Lesen) das Zuhören am meisten vernachlässigt bzw. es wird nie richtig trainiert oder erlernt. Schreiben wie ein Autor oder Reden wie Barack Obama… dafür belegen einige Menschen ein Seminar. Aber fürs Zuhören?

Die Kunst des Zuhörens liegt darin sich in die Weltvorstellung des Gesprächspartners versetzen zu können. In beinahe jeder Aussage liegen viele Informationen, die Aufschluss darüber geben. Und ist es mal nicht was jemand sagt, so liegt es vielleicht daran WIE es gesagt wird.

Meist erfolgt das Zuhören aus dem eigenen Blickwinkel und die eigene Meinung, eigene Werte und eigene Einstellungen werden auf das übertragen was die andere Person sagt. Und anstatt wirklich zu versuchen die andere Peson zu verstehen, überlegt man sich im Kopf bereits was man als nächstes antworten könnte oder wird.

Wirklich zuzuhören und versuchen sich in die Weltvorstellung einer anderen Person hinein zu versetzen, es ist ein gewisses Risiko. Warum? Man gibt die eigene (imaginäre) Vorbereitung auf und ist auf das Wort des anderen angewiesen. Man weiß nicht was passiert. Das macht verletzlich.

Folgende Verhaltensweisen halten u.a. davon ab richtig zuzuhören:

- sich bereits überlegen was man sagt wenn man als nächstes antwortet.
- das eben Gesagte im Kopf mit einer eigenen Erfahrung vergleichen.
- innerlich abwägen, ob es stimmt was man hört.
- die Gedanken abschweifen lassen.
- einiges vom Gehörten ausfiltern und anderes nicht.
(aus “Messages - The Communication Skills Book von McKay, Davis und Fanning)

Vergessen Sie nicht, dass Zuhören die essenzielle Grundvoraussetzung und der erste Schritt für effektive Kommunikation (und damit auch der Beginn von effektivem Führungsverhalten) ist. Und Basics sollten regelmäßig trainiert werden.

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Nov 11 2008

Mehr Einfluss durch besseres Zuhören!

Abgelegt unter Führungsverhalten, Tips

Über 90% aller Kommunikationsprobleme sind einfach zu lösen! Warum? Weil sie auf mangelhaftes Zuhören zurück zu führen sind. Dieses kann man anhand sechs kleiner Schritte erheblich verbessern.

Diese sechs Punkte kommen direkt vom Center for Creative Leadership.

1. Aufpassen!
Ineffektivität beginnt häufig schon damit, dass man gar nicht richtig aufpasst wenn jemand anderes spricht. Kreieren Sie eine angenehme Atmosphäre, wählen Sie den richtigen Ton und geben Sie Ihrem Gegenüber Zeit das gerade Gesagte auch zu verinnerlichen. Achten Sie auf Ihre Körpersprache, Ihre Gedanken und natürlich auf die andere Person. Seien Sie gegenwärtig und zeigen Sie Respekt.

2. Keine Vorurteile!
Seien Sie offen. Heißen Sie neue, ungewohnte und andere Ideen willkommen. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung und z.T. starke Prinzipien. Für den Moment des Gesprächs jedoch halten Sie sich mit Kritik zurück, urteilen Sie nicht vorschnell. Erst einmal nachdenken und mögliche Streitpunkte außen vor lassen. Und zwar durch…

3. Reflektieren
Hören Sie zu was Ihr Gegenüber sagt und wiederholen Sie es noch einmal laut. Dadurch werden Sie schnell merken, ob Sie tatsächlich das verstanden haben was Ihr Gesprächspartner überhaupt gemeint hat. Dieser Puntk hat mit Übereinstimmung oder Unstimmigkeit nichts zu tun. Es geht nur darum das wieder zu geben was man verstanden hat.

4. Klären
Wie der Name schon sagt, dient dieser Punkt der Klärung möglicher Unstimmigkeiten. Stellen Sie hier offene Fragen (kein ja/nein), klärende Fragen (wie, wann, wo, wer, warum) und vorfühlende Fragen (diese setzen eigenes Nachdenken und Reflektieren voraus, z.B.: “Im Detail, wie kommen Sie zu dieser Annahme?”)

5. Zusammenfassen
Fassen Sie immer mal wieder Schlüsselelemente der Aussagen zusammen. Dies führt zu tieferem Verständnis und einer konkreteren Festlegung der nächsten Schritte auf beiden Seiten.

6. Teilen
Beim aktiven Zuhören geht es primär zu verstehen und sekundär darum verstanden zu werden. Sobald Sie Ideen, Einstellungen, Werte usw. der anderen Person kennen, können Sie beginnen Ihre eigenen Informationen mitzuteilen.

Diese Schritte sind nicht schwer in der Umsetzung, jedoch bedarf es Übung sie zu perfektionieren. Allerdings lohnt es sich, denn Kommunikation ist fester Bestandteil jeden Tages.

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