Dez 02 2008

Führungsverhalten/Video: Lernen von einer 12jährigen

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Nicht selten passiert es, dass man im täglichen Sress und Fokus auf “all die wichtigen” Dinge vergisst, was eigentlich um uns herum geschieht. Meiner Meinung nach ist es wichtig für alle ambitionierten und erfolgsorientierten Menschen sich mit elementaren Themen (wie in diesem Video) auseinander zu setzen und die eigenen Werte und Ziele zu reflektieren und hinterfragen.



Dieses bemerkenswerte Video stammt aus dem Jahr 1992 und zeigt die damals 12jährige Severn Suzuki vor den Abgeordneten der UN in Brasilien.

Severn Suzuki: “Du bist was du tust, nicht was du sagst.”

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Dez 01 2008

Führungsverhalten: Optimist oder Pessimist?

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Optimismus ist als Führungskraft sozusagen Grundvoraussetzung. Oder würden Sie jemandem folgen wollen, der nicht optimistisch ist?

Eine der wichtigsten Aufgaben im Führungsverhalten ist es u.a. Mitarbeitern gegenüber so aufzutreten, dass diese unbedingt an den Erfolg aktueller Arbeiten glauben. Spricht ohnehin alles dafür ist dies keine Kunst. Lässt sich die Führungsperson jedoch beim Anzeichen von Schwierigkeiten oder sogar Krisen von allgemeiner Ängstlichkeit mit anstecken, werden Mitarbeiter womöglich einer Führung folgen, die nicht empfehlenswert ist.

Die Frage, die sich unabhängig davon stellt, WIE man kontinuierlich Optimismus ausstrahlt, ist zu allererst:

Sind Sie überhaupt ein Optimist?

Naturgemäß beantworten die meisten Menschen in führenden Positionen diese Frage mit “ja”, auch wenn die Realität anders aussieht. Häufig ist dies nicht einmal eine Vertuschung der eigenen Zweifel. Nein, viele Menschen wissen gar nicht, dass sie eigentlich eher pessimistisch sind.

Ein ganz einfaches Tool hilft da schon weiter. Es funktioniert sowohl bei einem selbst wie auch bei Mitarbeitern. Bei Mitarbeitern hilft es zunächst, ihn/sie erst einmal zu beobachten und anschließend dann ruhig auch direkt zu befragen.
Die Frage lautet:

Sehen Sie bei Arbeiten/Projekten eher Schwierigkeiten oder Möglichkeiten?

Diese grundsätzliche Ausrichtung einer Person lässt ziemlich deutliche Schlüsse darüber zu, ob jemand eher optimistisch oder pessimistisch ist. Ein Optimist sieht viele Schwierigkeiten erst gar nicht, wohingegen der Pessimist die Möglichkeiten nicht sieht. Egal wie die Sichtweise, sie hat definitiv Auswirkungen auf die anschließende Leistung. Es hilft also immer, auch wenn es bislang vielleicht ungewohnt gewesen ist, und egal WIE schwierig eine Situation auch seinen mag, nach gewissen Möglichkeiten zu suchen, die darin liegen.

Folgende Formulierung kann man sich stellvertretend für die Frage “Optimist oder Pessimist?” merken:
Ein Optimist sieht in jeder Schwierigkeit Möglichkeiten.
Ein Pessimist sieht in vielen Möglichkeiten stets Schwierigkeiten.

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Nov 29 2008

Mitarbeiterzufriedenheit: Einfach geradeaus!

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Häufig zerbrechen sich Führungskräfte, Abteilungsleiter und Chefs den Kopf darüber wie man die Mitarbeiterzufriedenheit in der eigenen Gruppe (oder Unternehmen) steigern könnte.

Das Interessante dabei ist, dass nicht selten völlig kreative Wege gegangen, Seminare besucht und sich Taktiken ausgedacht werden, um den goldenen Schlüssel zum verbesserten Betriebsklima zu finden. Es werden Informationen über bestimmte Personen eingeholt bei deren Kollegen oder Kunden, es wird spekuliert was zu welchem Verhalten geführt hat und, natürlich, wie man die Effektivität des Mitarbeiters steigern könnte.

Kurz: Um den aktuellen Stand der Mitarbeiterzufriedenheit heraus zu finden werden Mühen auf sich genommen, die überhaupt nicht notwendig sind. Der einfachste, effektivste und schnellste Weg ist ganz einfach: Direkt auf den Mitarbeiter zugehen!

So simpel dieser Vorschlag ist. Zu viele Führungskräfte wählen diesen Weg nicht. Die Angst, oder nennen wir es mal “Unbehagen”, vor persönlicher, direkter Konfrontation schreckt so viele Menschen ab, dass lieber aufwendige Wege gewählt werden, um die gewünschten Informationen zu bekommen. Dabei hat eine direkte Vorgehensweise auch noch andere angenehme Nebenwirkungen. Der Mitarbeiter, der diese Vorgehensweise bis dahin nicht kennt, wird eine konkrete Art der Wertschätzung erfahren. Ihm wird vermittelt, dass er nicht egal ist, dass sich Gedanken um ihn gemacht wird.

Die offene Vorgehensweise beim direkten Ansprechen öffnet zudem Türen für zukünftige Gespräche. Denn nicht nur zeigt die Führungskraft ihr verstärktes Bemühen. Gleichzeitig wird eine Beziehung zum Mitarbeiter aufgebaut und die Grundlage für zukünftiges Vertrauen gelegt. Gute Beziehungen, und das ist kein Geheimnis, sind absolut wichtig für erfolgreiche Zusammenarbeit. Und Vertrauen ist die Voraussetzung für gute Beziehungen. Jedes Zugehen auf den/die Mitarbeiter ist eine Investition in diese Beziehung.

Das Schöne dabei ist: Man kann jederzeit anfangen. Lob aussprechen, Fragen stellen, Kurz bemerken was man schon lange mal sagen wollte (positiv natürlich), die Meinung des Mitarbeiters zu einer bestimmten Sache einholen… Die Möglichkeiten sind groß und Aufhänger sind schnell gefunden.

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Nov 28 2008

Führungsverhalten: Zuhören ist eine Kunst!

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Stephen Covey beschreibt in seinem Bestsellter “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg”, dass man sich darum bemühen sollte zunächst zu verstehen und erst dann verstanden zu werden.

Nicht selten wird miteinader kommuniziert ohne dass überaupt verstanden wird was der Gesprächspartner eigentlich möchte. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass eine der selbstverständlichsten Dinge dabei unberücksichtigt bleibt: Zuhören! Und jedesmal wenn ich dies in einem Vortrag oder Seminar erwähne, kann ich sehen wie die Menschen reihenweise abwinken oder zum Ausdruck bringen “Ach ja… kenne ich, kann ich schon.”.

Fakt ist, dass fast unsere komplette Kommunikation auf vier Faktoren beruht: Zuhören, sprechen, lesen und schreiben. Zusammen machen diese Aktivitäten weit mehr als die Hälfte unseres Tages aus (zumindest des Teils in dem wir nicht schlafen). Und dabei wird (neben dem Lesen) das Zuhören am meisten vernachlässigt bzw. es wird nie richtig trainiert oder erlernt. Schreiben wie ein Autor oder Reden wie Barack Obama… dafür belegen einige Menschen ein Seminar. Aber fürs Zuhören?

Die Kunst des Zuhörens liegt darin sich in die Weltvorstellung des Gesprächspartners versetzen zu können. In beinahe jeder Aussage liegen viele Informationen, die Aufschluss darüber geben. Und ist es mal nicht was jemand sagt, so liegt es vielleicht daran WIE es gesagt wird.

Meist erfolgt das Zuhören aus dem eigenen Blickwinkel und die eigene Meinung, eigene Werte und eigene Einstellungen werden auf das übertragen was die andere Person sagt. Und anstatt wirklich zu versuchen die andere Peson zu verstehen, überlegt man sich im Kopf bereits was man als nächstes antworten könnte oder wird.

Wirklich zuzuhören und versuchen sich in die Weltvorstellung einer anderen Person hinein zu versetzen, es ist ein gewisses Risiko. Warum? Man gibt die eigene (imaginäre) Vorbereitung auf und ist auf das Wort des anderen angewiesen. Man weiß nicht was passiert. Das macht verletzlich.

Folgende Verhaltensweisen halten u.a. davon ab richtig zuzuhören:

- sich bereits überlegen was man sagt wenn man als nächstes antwortet.
- das eben Gesagte im Kopf mit einer eigenen Erfahrung vergleichen.
- innerlich abwägen, ob es stimmt was man hört.
- die Gedanken abschweifen lassen.
- einiges vom Gehörten ausfiltern und anderes nicht.
(aus “Messages - The Communication Skills Book von McKay, Davis und Fanning)

Vergessen Sie nicht, dass Zuhören die essenzielle Grundvoraussetzung und der erste Schritt für effektive Kommunikation (und damit auch der Beginn von effektivem Führungsverhalten) ist. Und Basics sollten regelmäßig trainiert werden.

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Nov 26 2008

Was habe ich für Möglichkeiten?

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Die meisten Menschen ignorieren mehr Möglichkeiten als sie erkennen!

Eine der größten Merkwürdigkeiten von uns Menschen ist die ablehnende Haltung gegenüber sich bietenden Möglichkeiten. Zuviele Optionen oder Alternativen scheinen uns zu verwirren, ja sogar zu verängstigen. Jede weitere Alternative ist eine Gefahr es falsch zu machen. Viele von uns sind besorgter Dinge nicht falsch zu machen als sie richtig zu machen. Also werden Gewohnheiten auf wenige reduziert, es ist einfacher.

Der erste Schritt dies zu verändern ist wieder ganz bewusst neue/andere Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die mit dem gewünschten Ziel im Einklang stehen. Es verhindert zudem vergangene (negative) Erfahrungen wieder genauso erleben zu müssen. Diese bewusste Entscheidung frischt nicht nur das Arbeitsleben erheblich auf, sondern überträgt sich auch auf andere Lebensbereiche.

- Welche Möglichkeiten haben Sie bislang ignoriert?
- Welche haben Sie übergangen?

Das heißt nicht, dass Sie Ihnen gleich folgen müssen, jedoch bringt das Nachdenken darüber allein mehr als überhastet Entscheidungen zu treffen. Es gibt meistens mehr Optionen als man denkt. Wann immer etwas passiert (und das geschieht fortlaufend) hat JEDER die Möglichkeit sich AUSZUSUCHEN wie er reagieren möchte. Das kann einem niemand nehmen! Nur vergessen wir es manchmal…

Hier sind ein paar einfache Tipps, die eine sofortige Veränderung herbeiführen können:

- Versuchen Sie länger zuzuhören als sonst bevor Sie antworten!
Viele Menschen brennen so stark darauf etwas sagen zu wollen, dass deshalb nicht bereit richtig zuzuhören. Geduldiges Zuhören kann vor so manchem Fettnäpfchen schützen.

- Versuchen Sie nicht zu handeln solange sie emotional geladen sind.
Erstmal beruhigen! Angst, Wut, Frust, Rachsucht oder Neid sind schlechte Ratgeber.

- Seien Sie kein Feigling!
Versuchen Sie Neues und gehen Sie ein paar Risiken ein. Niemand spricht davon das Ersparte auf “Rot” oder “Schwarz” zu setzen. Aber mal Essen zu gehen statt zu Hause zu speisen wäre doch auch schon was Neues, oder?

- Sagen Sie sich selbst nie was Sie NICHT tun können!
In dem Moment in dem dieser Satz ausgesprochen wird, ist er tatsächlich Realität. Warum schon vorher aufgeben?

- Nehmen Sie sich nicht so ernst!
Fehler bedeuten nicht gleich den Weltuntergang. Fehler passieren und gehören dazu. Bedenken Sie, dass die Person, die nie Fehler machte auch nichts anderes tat.

- Versuchen Sie Dinge aus der Perspektive der anderen zu sehen!
Vielleicht sieht alles ganz anders aus…

Nicht wenige Menschen reflektieren auch ganz einfach über sich selbst. Vergangene Handlungen führten zum gegenwärtigen Ergebnis. Jeder kann reflektieren… ständig. Schlussendlich kann jeder nur selbst sein Leben schlechter machen. Oder beser!

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Nov 24 2008

Das “sollte” gerät häufig in den Weg

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“Ich sollte heute noch die Ablage erledigen.”
“Ich sollte mal wieder ein Mitarbeitergespräch führen.”
“Ich sollte nicht soviel Zeit verschwenden.”


Sie kennen sicherlich diese kleinen, nicht gerade sehr motivierenden, Sätze, die mit “Ich sollte…” beginnen. Werden hohe Standards zu weit getrieben, werden sie kontraproduktiv. Verwurzelt in Enttäuschung darüber, dass Personen nicht so sind wie sie “sollten”, entsteht schnell Frustration, Stress und Negativität. “Sollte” ist selten ein pragmatischer Beginn für Vorhaben. Es verzerrt was real vor sich geht. Ein “sollte” ist uneffektiv - es beschreibt, dass etwas gerade nicht geschieht.

Man kann versuchen sogenanntes “ich sollte”-Denken sofort im Keim zu ersticken und es entweder sofort ausführen oder konkret planen wann es ausgeführt wird. Akzeptanz der gegenwärtigen Situation ist der erste Schritt. Weg vom “was sollte sein” und zurück zur Vision, Strategie und Taktik ist der erste Schritt in die erfolgreiche Richtung.

Überlegen Sie einfach mal WIE oft Sie in der Woche (oder sogar am Tag?) diese beiden Worte “ich sollte” am Beginn eines Satzes verwenden. Und dann dann überlegen Sie, ob es tatsächlich eine ernst gemeinte Absicht ist oder lediglich eine Verdeutlichung warum etwas NICHT passiert. Dieser simple Vorgang kann einige Abläufe mitunter stark optimieren. Das Faszinierende daran ist, dass es “lediglich” eine Formulierung ist…

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Nov 22 2008

Das positive Endergebnis sehen

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Eines der wichtigsten Rezepte zum Erfolg ist die Fähigkeit das gewünschte, positive Endergebnis bereits zu Anfang eines Prozesses sehen zu können.

Fragt man Menschen nach dem Erreichen von Erfolgen wie es dazu kam bzw. wie alles begann, so hört man in den meisten Fällen, dass sie es vorher “gesehen” haben. Sie sehen vor ihrem geistigen Auge, dass sie gewinnnen, die Unterschrift bekommen, stehende Ovationen erhalten… lange bevor es schließlich Realität wird. Für einige Leute mag das irrational oder gar spirituell klingen. Fakt ist, dass zahlreiche Menschen immer wieder aufs neue Beweisen WIE wichtig dieser Faktor ist.

Einer der wohl bekanntesten Aussprüche zu diesem Thema kommt von Earl Nightingale, der sagte: You become what you think about!

Der Vorgang geschieht natürlich nicht über Nacht. Wenn man sich jedoch konzentriert auf ein bestimmtes Ziel fokussiert, beginnt man Dinge anders zu sehen. Vorher scheinbar nicht vorhandene Möglichkeiten werden sicht- und greifbar. Gerade für Führungspersonen ist es wichtig, Ergebnisse vorher sehen zu können. So können in schwierigen Zeiten Krisen besser gemeistert werden, da man genau weiß wohin man möchte. Das bezieht sich ebenfalls auf Zeiten, in denen es gut läuft, um den nächsten Schritt einzuläuten.

Für den konkreten Fall wo man beispielsweise auf Jobsuche ist oder gerade erst entlassen wurde, hat David Meerman Scott einen interessanen Artikel geschrieben. Er beschreibt darin, dass die “alten” Regeln bei der Jobsuche in der “neuen” Welt keine Gültigkeit mehr besitzen und wie man stattdessen vorgeht. Zu diesem Artikel geht es hier.

Earl Nightingale. Ausschnitte aus dem Buch “The strangest secret” (über 1 Mio mal verkauft!)


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Nov 21 2008

Wie uns Emotionen im Wege stehen…

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Haben Sie sich schon mal gesagt, dass etwas einfach so sein muss, nur weil es sich gut oder richtig anfühlt(e)? Oder umgekehrt: Dass etwas sowieso keinen Sinn macht, weil es sich von vorneherein schlecht angefühlt hat? Emotionale Argumentationen sind allgemein verbreitet. Die Wahrheit ist jedoch: Emotionen sind kein wirklich guter und objektiver Ratgeber zur Realität!

Wir wollen einige Dinge einfach so sehr als wahr erachten weil sie sich so gut anfühlen. Zumindest glauben wir das. Wir möchten, dass andere falsch liegen, vielleicht weil wir sie fürchten… Über das Generieren von guten Emotionen werden viele Verkäufe abgeschlossen, die unter ausschließlich rationalen Bedingungen kaum zustande kämen.

Emotionale Beurteilungen führen zu einem verzerrten Realitätsbild. Hoffnung lässt das Gute besser erscheinen als es ist und Angst lässt das Schlechte bedrohlicher wirken. Anstatt einer objektiven Wahrnehmung pendelt man häufig zwischen unrealistischen Hoffnungen und genauso unbegründeten Verzweiflungszuständen. Die Börse ist ein gutes Sinnbild hierfür…

Alles oder nichts, und alles am besten sofort. Das Verlangen nach sofortigem Erfolg bzw. bestimmten Ergebnissen führt zu einem nicht vereinbaren Bild mit der eher längerfristigen Natur der Dinge in der wirklichen Welt. Sofortiger Erfolg ohne das zeitlich intensive Investment in die Grundlagen… wie soll das funktionieren? Keiner hat sofort Erfolg mit etwas das gerade begonnen wird. Häufig stellt sich ein gewünschtes Ergebnis erst nach ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) Zeit ein. Anstatt mit einer Sache durchzuhalten ist man zu ungeduldig die Entwicklung abzuwarten. Das Ergebnis: Man steht mit leeren Händen da. Und einer Menge Frustration…

Frustration wird zu Wut und man wird schnell zum Gedankenleser. Der Chef knallt einem kurz vor Feierabend noch ein paar Akten auf den Schreibtisch. Und natürlich tut er dies nur, um einen zu ärgern. Könnte es sein, dass womöglich etwas ganz anderes dahinter steckt? Vielleicht MUSS diese Sache schnell fertig werden. Oder er hat selbst viel Stress und fleht förmlich um Entlastung. Oder er sieht einen als den fähigsten Mitarbeiter an für diese Aufgabe (erwähnt dies aber nicht). Oder, oder, oder… Egal was es ist. Man glaubt schnell die Wahrheit zu kennen. Und zwar die eigene. Objektivität, Urteilsvermögen und Fairness gehen schnell dahin.

Das Problem mit der emotionalen Sichtweise der Dinge ist nicht selten ein egoistisches, selbst-zentriertes Universum. Alles dreht sich nur um einen selbst und scheint auf das eigene Ich ausgerichtet zu sein sowie die eigenen Wünsche und Bedürfnisse.

Emotionale Beurteilung ist selten nützlich und verursacht häufig unnötigen (und vor allem vermeidbaren) Kummer und Ärger. Die Lösung liegt auf der Hand: Die Dinge sehen wie sie sind. Nicht besser, aber auch nicht schlechter. Und vor allem unabhängig von aktuellen Ängsten oder Wünschen.

Die größten persönlichen Erfolge sind selten Zufall - jedoch, so scheint es, die meisten persönlichen Katastrophen. Die guten Zeiten genießen, sich von den schlechten nicht runterziehen lassen. Hochs und Tiefs gehören dazu. Was sie tatsächlich verursachen hängt von einem selbst ab. Und davon wie man die Dinge sieht.

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Nov 20 2008

Wie man aus Erfahrungen mehr macht

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Erfahrung ist der beste Lehrmeister…? Falsch! Die Frage, die sich stellt ist, wie evaluiere ich die Erfahrung in Bezug auf ein bestimmtes Ziel/einen Plan?

Lernen aus eigener Erfahrung ist kein automatischer Vorgang. Es ist erstaunlich WIE wenig Menschen sich die Zeit nehmen, um zu reflektieren. Warum ist Reflektieren so sinnvoll?
Reflektion ist der erste essentielle Schritt Fehler zu erkennen (und sie anschließend zu vermeiden). Erfahrungen werden also zu Lern-Erfahrungen.

Dies geschieht in drei einfachen Schritten: Veranschaulichen - Analysieren - Evaluieren/Auswerten

Dadurch entwickelt man ein Verständnis für das eigenen Verhalten, welches wiederum die Selbstwahrnehmung verbessert. Man ist also in der Lage selber besser einschätzen zu können was man warum, wie und wofür tut.

Der Prozess der Reflektion:

Dies geschieht durch simples Nachdenken & Hinterfragen der eigenen Emotionen, des Verhaltens und der eigenen Handlungen. Dadurch entsteht ein besseres Verständnis der eigenen Resultate und was darausfolgend anders gemacht werden muss. Man lernt also nicht zwangsläufig aus eigenen Erfahrungen, sondern aus evaluierten Erfahrungen!

Nehmen Sie sich Zeit zum Reflektieren! Die Zeit wird sich häufig nicht genommen, weil man dem Irrglauben erliegt mehr zu schaffen wenn man alles so schnell wie möglich macht. Darin liegt der perfekte Nährboden für (Flüchtigkeits-)Fehler!

Die Verantwortung liegt immer bei einem selbst! Und unter diesem Aspekt kann man sich zum Zwecke der Selbstreflektion folgende Fragen stellen:
- Welche Entscheidungen hätte ich anders treffen können?
- Wie habe ich die Situation interpretiert?
- Hat diese Interpretation der Ereignisse zur Situation, so wie sie jetzt ist, beigetragen?


Dazu ein Zitat von Aldous Huxley:
Erfahrung ist nicht was dir passiert, es ist was du aus dem machst was dir passiert.

Hinterfragen Sie sich selbst:
- Nehmen Sie sich täglich die Zeit, um über eigene Erfahrungen zu reflektieren?
- Machen Sie eine Gewohnheit daraus aus Erfahrungen zu lernen?
- Was hat Sie diese Woche überrascht, geärgert oder gefreut? Und warum?

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Nov 18 2008

Obama, Obama, Obama

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In den letzten Wochen stand wohl keine Führungsperson dermaßen in den Medien wie Barack Obama, 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

Für alle, die es noch nicht sehen konnten ist hier noch einmal die wirklich bewegende Acceptance Speech, unmittelbar nach dem Wahlsieg im November 2008. Unterhalb der beiden Videos finden Sie zwei Links zur selben Rede mit deutscher Übersetzung.





Obamas Rede mit deutscher Übersetzung:

Teil 1
Teil 2

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