Worum geht es bei Coaching wirklich?

Jun 29th, 20091 Comment

Coaching! Business-Coaching! Life-Coaching! Dazu noch Selbstcoaching und Führungscoaching! Kaum ein Begriff in Bezug auf persönliche Veränderung oder Weiterentwicklung, kaum ein Berufsfeld, kaum eine Art der Betreung/Beratung ist derzeit mehr präsent als – Coaching! Was aber macht eigentlich den entscheidenden Unterschied?

Ein rasanter Wachstumsmarkt, keine einheitlichen Richtlinien, die einen berechtigen diesen Titel zu verwenden und eine schier unglaubliche Vielzahl von Definitionen und Anwendungen bieten viel Raum für Angriffsflächen, Kritik und sogar Spott. Die Frage, welche unweigerlich an die Oberfläche drängt und die auch mir immer häufiger gestellt wird, (bezeichne ich mich doch selbst als Results Coach) lautet: Was zeichnet Coaching bzw. gutes Coaching eigentlich aus?

Viele Menschen suchen einen Coach aufgrund eines bestimmten Problems auf und erwarten vom Coach dieses Problem zu lösen. Die Probleme sind vielfältig: „Ich bin immer gestresst.“, „Meine Beziehung macht mich so unglücklich.“ oder “Ich bekomme nie was ich will.“ sind populäre Statements. Um gleich mit einem beliebten Klischee aufzuräumen: Kein auch nur halbwegs professioneller oder guter Coach wird ein Problem für seinen Kunden lösen.

Und das aus gutem Grund. Sollten Sie Kinder haben, so kennen Sie die Antwort bereits. Natürlich wäre es der einfachste und schnellste Weg das Problem für das Kind zu lösen und es wieder zum Spielen zu schicken. Was aber tut das Kind wenn das Problem wieder auftaucht? Richtig, es sucht Sie erneut auf. Lösen Sie das Problem erneut, so sieht sich nicht nur das Kind, sondern auch SIE sich selbst bald einer ganzen Reihe neuer Probleme gegenüber. Sie kreieren ein Abhängigkeitsverhältnis für das Kind, das Kind selbst wird zukünftig bei immer kleineren Problemen sofort zum „Coach“ rennen und Sie selbst finden sich immer häufiger in der Rolle des elterlichen Problemlösers.

Eigenverantwortung? Keine!
Selbstständigkeit? Mitnichten!
Durchhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit? Fehlanzeige!

Zufällig einige der Charaktereigenschaften, die so häufig fehlen in unserer Gesellschaft, die geprägt ist von Schnelllebigkeit, Ignoranz und Ablenkung wenn es um die Konfrontation mit unangenehmen Situationen geht. Die illustrierte Rolle der Eltern ist je nach Lebenslage, Alter und Umständen austauschbar durch die beste Freundin, Arbeitskollegen, den Chef, oder den Ehepartner.

Was brauchen Sie bzw. der Kunde in einer solchen Situation am meisten? Sie benötigen neue Optionen, andere Blickwinkel und vor allem die Entschlossenheit das Problem zu beseitigen. SELBST zu beseitigen! Der effektive Coach versorgt Sie u.a. mit diesen Zutaten, meist in Form zielgerichteter Fragen: Neue Alternativen, eine andere Sicht der Dinge und die Gegenüberstellung der Ist-Situation (Problem) und des Soll-Zustands (Situation wie gewünscht) in einem Maß, dass der Kunde selbst nur noch die gewünschte, neue Situation als akzeptabel ansieht. Dann, und nur dann, werden die notwendigen Handlungen unternommen, die zu einer Veränderung der aktuellen, unbefriedigenden Situation führen. Ob es nun um Führungsverhalten, Persönlichkeitstraining oder auch Methoden des Selbstcoaching geht.

Gutes Coaching ist erkennbar an messbaren Resultaten und sofortiger Veränderung (auch kleine Veränderungen sind Veränderungen), einer Atmosphäre von Vertrauen und dem Ziel, dem Kunden innerhalb kürzestmöglicher Zeit weiter zu helfen. Nur dann ist Coaching sinnvoll und effektiv, nur dann lohnt sich das entsprechende Investment in das Honorar und nur dann besteht die Möglichkeit eine dauerhafte Veränderung hervorzurufen. Und nur dann erhält Coaching den Stellenwert, den es verdient:

Probleme gezielt, schnell und nachhaltig in Lösungen zu verwandeln! Ganz einfach!

Gedaechtnistraining leicht gemacht

Jun 9th, 2009No Comments

Auf einer neuen Seite habe ich ein ca. 10-Minuten-Video verfasst mit einer sehr effektiven Methode zum Thema Gedaechtnistraining.

Gedächtnistraining

Und “offiziell” noch einmal hier:
BITTE KLICKEN

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Sind Sie unsicher?

Jun 5th, 2009No Comments

Jeder ist irgendwo irgendwie unsicher, selbst wenn es “nur” bedeutet, dass diese Tatsache bestmöglich versteckt wird. Es kann jedoch nicht ignoriert werden. Und nimmt die Unsicherheit zu sehr zu, so leidet darunter unsere Ausstrahlung und unser Führungsverhalten in Beruf, Familie und Freizeit.

In seinem Buch “In Building Your Leadership Resume” erläutert der Pastor Johnny Hunt 9 Charakteristiken unsicheren Führungsverhaltens.

Eine unsichere Führungsperson…

• …lobt andere nicht. Warum jedoch sollte Lob als ertragloses Gut betrachtet werden? In Wahrheit ist es ein Geschenk, von dem jeder profitieren kann.

• …hält Informationen zurück. Gibt man Informationen preis, so schafft man Vertrauen und Selbstbewusstsein in anderen. Hält man Dinge geheim, so erreicht man genau das Gegenteil: Kein Vertrauen, kein Selbstbewusstsein.

• …möchte nicht, dass sich das eigene Personal mit anderen Führungspersonen befasst – gerade wenn diese Qualitäten hat, die man selbst nicht hat, von denen sich das eigene Team jedoch wünscht, dass man sie hätte. Zu Bedenken gilt: Wenn eine Person wächst, dann wächst das ganze Team. Große Führungspersonen sind stolz wenn die eigenen Teammitglieder irgendwann besser sind als man selbst.

• …ist oftmals ein Mikromanager und eine Kontrollfreak. Nichts darf geschehen, ohne dass man selbst über alles Bescheid weiß. Es existiert der Irrglaube, dass ohne einen selbst alles zusammenbrechen würde. Diese Art der Kontrolle könnte das Leben aus dem Team sprichwörtlich herauspressen.

• …braucht ständig Bestätigung und Lob. Das ist wahrscheinlich mit der Hauptgrund, warum sie als Führungspersonen ungeeignet sind. Der Fokus liegt ständig auf einem selbst und verhindert so, dass man aktiv am Entwicklungsprozess und dem Leben integrativ mitwirkt.

• …kreiiert keine Sicherheit für die, die sie führt. Ist die Atmosphäre ängstlich, voll von Selbstzweifeln und Herumraterei, so ist mit Sicherheit eine unsichere Führungsperson verantwortlich.

• …nimmt mehr als das sie gibt. Anstatt andere zu ermutigen und zu motivieren, sind sie mehr damit beschäftigt diese Reaktionen selbst zu erhalten.

• …schränkt ihre besten Führungspersonen ein. Wer unsicher ist, kann sich nicht wirklich mit anderen über deren Erfolge freuen.

• …schränkt das ganze Team ein. Durch Unsicherheit werden nicht nur einzelne Personen in Ihrer Entfaltungskraft gestört. Das große Ganze leidet darunter.

Im Grunde genommen gelten diese 9 Merkmale nicht nur für unsichere Führungspersonen, sondern generell für Menschen, die unsicher sind. Schaut man sich die weitreichenden Auswirkungen einer scheinbar kleinen Sache wie Unsicherheit mal genauer an, so wird einem klar, WIE wichtig charakterbildende Eigenschaften wie Selbstwert und Selbstvertrauen tatsächlich sind.

Zum Wochenende noch ein “happy-video” :-)
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