Freitags-Video: Wiedergeburt eines Adlers
“Ich möchte neu anfangen!”
“Nochmal starten wäre schön!”
“Ich fühle mich wie neugeboren!”
Jeder kennt diese Sätze und hat sie sicherlich schon mehr als einmal gesagt. Wenn alles in einem gewissen Trott läuft, man glaubt nicht weiter zu kommen und man sich ein wenig down fühlt, dann sind Gedanken an eine Art von anderem Beginn nicht ungewöhnlich. Doch der Schritt der Veränderung ist meist nicht ganz so leicht wie der Wunsch danach.
Zum langen Wochenende habe ich ein Video gefunden, welches in Hinsicht Veränderung äußerst motivierend ist.
Die “Wieder”geburt eines Adlers!
Warum Führung jedem immer hilft
Immer wieder mache ich eine interessante “Entdeckung”…
Wenn man irgendwo das Wort “Führung”, “Führungsverhalten” o.ä. hört, denken viele, dass diese Themen nur für Wirtschaftspersonen, Manager oder karriere-ambitionierte Leute sind. Weit gefehlt! Es geht dabei nicht (nur) um die Führung anderer (z.B. eines Teams), sondern zu allererst einmal um die Führung der eigenen Person. In fast allen Büchern, die ich zum Thema Führung, oder auch Leadership, gelesen habe, heißt es: Um andere effektiv führen zu können, muss man zunächst einmal in der Lage sein, sich selbst führen zu können.
Wie wahr! Und Selbstführung ist nicht einfach. Es beinhaltet meistens Themen wie:
- Wissen wohin man möchte (Ziele, Visionen) und wie man dorthin gelangt (Strategie, Plan)
- Wie man Krisen auf dem Weg dorthin nicht nur überlebt, sondern wie man auch gestärkt daraus hervorgeht (Krisenmanagement)
- Wie man dabei noch etwas für die Zukunft lernt (Feedback, Reflektion) und natürlich nicht die Fassung verliert, schon gar nicht vor anderen (Emotionskontrolle, Zustandsmanagement)
- Wie man bei alledem stets konzentriert bleibt und sich nicht ablenken lässt (Disziplin, Konsequenz)
- Wie man auch anderen nebenbei hilft und seine Mitmenschen, Kollegen etc. unterstützt (Kommunikation, Motivation)
- Und natürlich wie man bei alledem niemals den Glauben an sich selbst verliert (Selbstwert, Selbstvertrauen)
Betrachtet man sich jetzt einmal nur die Worte in den Klammern, so ist man wieder schnell bei den “typischen” Management-Themen. Was ich hiermit zeigen möchte ist, dass das Thema Führung und das persönliche Streben nach Erfolg und Glück sehr ähnliche und z.T. dieselben Inhalte haben. Und dies ist kein Zufall!
Die Qualitäten, die einen im Beruf nach vorn kommen lassen, sind dieselben, die auch (natürlich gibt es dabei individuelle Zusammensetzungen) privat dazu führen, dass man seine Ziele erreicht. Was bei der Einzelperson wirksam ist, ist auch bei einer Mehrzahl von Personen wirksam (oder einem Team…). Es ist dieselbe Psychologie, es sind dieselben Grundbedürfnisse und dieselben emotionalen Sehnsüchte, daselbe menschliche Verhalten und der Wunsch nach Veränderung. Schaut man bei “erfolgreichen” Menschen (die, die wir in der westlichen Welt gern als erfolgreich bezeichnen) etwas genauer hin, so sind nur die wirklich erfolgreich, die es erfolgreich schaffen, die genannten Prinzipien sowohl beruflich wie auch privat anzuwenden. Dieses Gleichgewicht ist wichtig. Nur in einem Bereich erfolgreich zu sein, führt zu einem Ungleichgewicht und der eine Teil kann den anderen auf Dauer nicht kompensieren. Ein Beispiel dafür sind finanziell und beruflich erfolgreiche Stars, deren Privatleben ein Scherbenhaufen ist. Nicht selten führt dies zu tragischen Unglücken wie z.B. bei Drogenexzessen oder sogar Todesfällen vieler sogenannter Stars.
Menschen mit einem wirklich guten Führungsverhalten auf allen ebenen, werden meist nur auf zweierlei Art und Weise betrachtet: Bewunderung oder Neid. Sie haben alles, zumindest scheint es so. Warum? Weil sie dieselbe Nachhaltigkeit bei der Ausübung bestimmter Verhaltensweisen in allen Lebensbereichen an den Tag legen. Kein Zufall also!
Was ich ebenfalls noch hinzufügen möchte, denn das scheint das Wichtigste zu sein: Führung, egal ob es einen selbst oder auch andere betrifft, erfordert eine Menge Eigenverantwortung. Die Fähigkeit die Verantwortung zu übernehmen ist nach meiner Ansicht DAS herausragende Kriterium, welches unterschwellig bei allen übrigen vorhanden sein sollte.
- Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen, auch wenn man scheinbar nichts mit einer bestimmten Situation zu tun hat.
- Verantwortung für alles was man tut, und vor allem für was man nicht tut.
-Verantwortung für sein Denken, seine Entscheidungen und dafür nicht alles persönlich zu nehmen, sondern zu lernen bzw. willig zu sein zu lernen.
- Schließlich auch die Verantworung für eigene Rückschläge selbst zu übernehmen, ohne andere Gründe anzuführen
Gerade bei diesem so wichtigen ersten Ansatz der Verantwortung scheitern die meisten Menschen. Und warum? Weil es einfach einfach ist äußere Umstände für eigenes Versagen anzuführen. Aber sich selbst in die Augen zu sehen und sich einzugestehen, dass man selbst für den eigenen Schmerz o.ä. verantwortlich ist, erfordert Kraft und Mut. Letztlich genau die Punkte, die einem auch helfen gestärkt daraus hervor zu gehen.
Einige Empfehlungen für hervorragende Bücher (allesamt Bestseller, “privat” wie auch im Business) hätte ich noch:
Denke nach und werde reich. Die Erfolgsgesetze“>
Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“>
Das Semco System: Management ohne Manager. Das neue revolutionäre Führungsmodell“>
Einfachheit siegt
Können Sie sich vorstellen, dass Sie eines Tages aufwachen und zu selbst sagen: “Mein Leben ist viel zu einfach. Es ist höchste Zeit mehr Komplikationen hinzuzufügen.”?
Ich kann es auch nicht. Dennoch ist es erstaunlich, dass nicht wenige Unternehmen und auch jeder einzelne von uns, immer wieder umständliche “Ballaststoffe” aufsammeln und dann vergessen sie wieder abzulegen. Sie sind immer noch da und mittlerweile zur Gewohnheit geworden, ohne dass wir es richtig gemerkt haben.
Das Thema “Multi-Tasking” ist ja äußerst populär. In den meisten Fällen erweist sich der Versuch des Multi-Tasking allerdings als Hindernis. Denn je mehr Dinge meine Aufmerksamkeit verlangen, desto weniger Aufmerksamkeit kann ich logischerweise den einzelnen Themen widmen. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf die Produktivität aus.
Deshalb ist der Grundsatz – Eins nach dem anderen – nicht selten besser. Es ist sinnvoller eine Sache vernünftig zu machen und auch abzuschließen, als mehrere Dinge zu beginnen und nur fast zu beenden. Zudem wirkt sich volle Aufmerksamkeit auf eine Sache positiv für das jeweilige Projekt aus.
Eine weitere Komplikation, die sich scheinbar unweigerlich einschleicht, sind Ablenkungen. Ablenkungen kosten wohl die meiste Zeit, die einem dann am Ende des Arbeitstages fehlt. Um sie wirkungsvoll in den Griff zu bekommen bzw. zu vermeiden, muss man sie zunächst kennen und wahrnehmen. Eine Methode dies zu tun ist, sich stündlich Notizen zu machen, was genau man in den vergangenen 60 Minuten tatsächlich gemacht hat. Nach kurzer, aber regelmäßiger, Durchführung dieser kleinen Aufgabe, achtet man schon von selbst viel besser auf mögliche Ablenkungen und kann sie so sofort unterbinden.
Eines Tages… Die Einstellung “Demnächst werde ich” oder Prinzipien à la bald, später, irgendwann usw. sind trügerisch. Ein vielleicht harter, aber definitiv wirkungsvoller Grundsatz lautet: Tu es oder lass es. Studien zeigen, dass wenn eine Aufgabe nicht innerhalb von 48 Stunden in irgendeiner Form angegangen wird, es gar nicht mehr geschieht.
Gerne halten wir uns so viele Möglichkeiten offen wie es nur geht. Warum eigentlich? Weil wir Angst haben, dass das eine Pferd auf das man setzt vielleicht nicht gewinnt. Das ist legitim. Um dies zu umgehen benötigt man jedoch keinen ganzen Stall an Reservepferden, oder? Denn jedes einzelne Pferd benötigt Aufmerksamkeit. Womit wir wieder beim Multi-Tasking wären…
Zusammengefasst hier 4 kurze Anregungen für mehr Einfachheit:
1. Alle Aufmerksamkeit auf EINE Sache zu einer bestimmten Zeit!
2. Eliminieren Sie Ablenkungen rigoros!
3. Wenn es halb-fertig ist, beenden oder eliminieren Sie es!
4. Tun Sie es jetzt! Keine Chance der Prokrastination!
Sebastian Coe über Gewinnen
Sebastian Coe, olympischer Goldmedalliengewinner, Politiker, Geschäftsmann und im olympischen Organisationskomitee für die Spiele 2012, hat ein inspirierendes Buch über die mentale Vorbereitung des Gewinnens in jeglichem Bereich geschrieben.
Coe glaubt, dass Führungspersonen durch ihre Umgebung, ihre Ambitionen, ihre Vorbilder, die Unterstützung, die sie während ihres Lebens erhalten und ihre schiere Entschlossenheit geformt werden. Unser Ziel muss es so stets sein, dass es keine Grenzen geben sollte in Bezug darauf, was eine Person mit Fokus und Anwendung seiner Fähigkeiten erreichen kann, unabhängig vom jeweiligen Hintergrund.
Coe sagt, dass Teams am besten funktionieren, wenn sie wissen, was ihre Rolle im Gesamtzusammenhang mit dem Ziel ist. Dies erfordert eine klare Führung. “Ein Teil davon ist klarzustellen, dass die Arbeitsatmosphäre konstruktiv, positiv, einladende und beständig ist.”
Hier seine Ratschläge, um dieses Ziel zu erreichen:
- Es bedeutet, eine offene und ehrliche Kommunikation anzuregen
- Es bedeutet, zu erkennen, wann geführt werden muss und wann die Menschen ihre eigenen Entscheidungen über den bestmöglichen Kurs machen sollten.
- Es bedeutet, Zeit zu geben, um Fragen zu stellen. Eine gute Führungsperson kann stets einfach und klar erläutern warum etwas getan werden muss. Seinem Team zuzuhören ist ein effektiver Weg die Führungskräfte von morgen zu erkennen.
- Es bedeutet, die Teammitglieder kalkulierte Risiken eingehen zu lassen – innerhalb ihres eigenen Einflusskreises – auch wenn dies ein evtl. Scheitern bedeuten könnte.
- Es bedeutet, auf die Umgebung zu achten, in denen ein Team arbeitet. Flexible Arbeitszeiten, mobile Büros usw. können die Produktivität um ein Vielfaches steigern.
- Es bedeutet, zu Ausgeglichenheit im Leben zu ermutigen.
Coe sagt, dass eine Führungsperson das Ende der eigenen Schaffenszeit selbst bestimmt. “Man weiß, dass man einen guten Job macht, wenn die richtigen Entscheidungen auch ohne die eigene Anwesenheit getroffen werden. Mein Coach sagte einmal zu mir, “Ich weiß, dass meine Arbeit getan ist, weil du exakt das getan hast, was ich von dir verlangt hätte, wäre ich hier gewesen.”"
Fragen Sie sich inwiefern Sie die oben genannten Voraussetzungen in Ihrem Team schaffen, um Topleistungen à la Coe zu gewährleisten
Selbstcoaching/Führungsverhalten: Realismus!
In schwierigen Zeiten ist Realismus eine wichtige Eigenschaft im Bereich Führung / Führungsverhalten.
Nichts desto trotz verfallen wir fast alle in Vermeidung und/oder Verdrängung der gegenwärtigen Situation, zugunsten einer schnellen, ersten Hilfe. Diese jedoch zögert die Lösung des eigentlichen Problems jedoch nur unnötig heraus. Mit einem gezielten Einwirken (ja, es kann für einen kurzen Moment schmerzhaft sein!) und kurzem Ansetzen der richtigen Kniffe kann man zahlreiche tiefgreifende Probleme vermeiden. Jedoch ist die Angst vor dem (meist) kurzen Zustand der Ungemütlichkeit oder des Schmerzes so hoch, dass man lieber in Kauf nimmt sich langfristig mit dem Problem zu arrangieren.
Schauen Sie sich irgendein langfristiges Problem an und Sie werden mit Wahrscheinlichkeit an einem bestimmten Punkt merken, dass Vermeidung oder Verdrängung mit im Spiel sind. Mit dem Kopf nach vorn (nicht durch die Wand!) entdeckt man meistens neue Möglichkeiten. Dieser Realismus, zusammen mit dem Mut einen neuen Kurs zu wählen, erlaubt uns selbst groß scheinende Probleme zu überwinden.
Fragen zur Selbstführung:
- Welche Situation (oder Problem) versuche ich zu vermeiden?
- Langfristig gesehen: Mit Hintergedanken an meine eigenen Ressourcen und Energie, ist es sinnvoller das Problem zu vermeiden oder es offensiv anzugehen und die nötigen Entscheidungen zu treffen?
- Wir würde es sich anfühlen bzw. welche Möglichkeiten hätte ich, wenn dieses Problem gelöst wäre?
Fakt ist: Probleme wird es immer wieder geben. Die, die lernen richtig mit ihnen umzugehen und für sich wichtige Lehren für die Zukunft daraus zu ziehen, stehen auf der besseren Seite. Oder?
Weise Worte einer großen Frau
Die Macht der Worte ist unbestritten.
Sie können helfen oder verletzen, sie können uns motivieren oder unsere Moral zerstören… Worte können fast alles!
Nicht wenige Menschen fühlen sich im Angesicht der weltweiten Wirtschaftskrise unsicher oder sogar depressiv.
Auch dabei können einfache Worte einiges bewirken. Wenn man es zulässt.
Eine der zahlreichen Personen, die in meinen Augen wertvolle Beiträge durch bloße Worte liefert(e) ist Eleanor Roosevelt. Hier sind ein paar ihrer Zitate…
“Der Sinn des Lebens ist, alles in allem, es zu leben, Erfahrungen in höchstem Maße zu machen, sich auszustrecken um eifrig neue hinzu zu fügen, ohne Angst vor neuen und reicheren Erfahrungen.” (Fragen Sie sich: Was wäre es wert gänzliche OHNE Angst vor Neuem und Unbekanntem zu leben? Wie würde sich das eigene Leben positiver darstellen?)
“Wenn Du aufhörst einen Beitrag zu leisten, beginnst du zu sterben!” (Es wurde schon oft gesagt, dass egal wie ausweglos und schlimm die eigene Situation zu sein scheint, es immer jemanden gibt, dem man helfen kann.)
“Ich konnte zu keiner Zeit in meinem Leben, ganz gleich wie alt ich war, einfach nur beim Lagerfeuer sitzen und in die Leere starren. Das Leben sollte gelebt werden. Neugier muss erhalten bleiben. Und man darf niemals, egal aus welchem Grund, dem Leben seinen Rücken zukehren.” (Das was man selbst ignoriert, ignoriert einen selbst auch)
“Letztendlich formen wir unser Leben und wir formen uns selbst. Dieser Prozess endet nie, bis wir sterben. Und die Entscheidungen die wir treffen liegen letztlich in unserer eigenen Verantwortung.” (Unser Verstand, unsere Einstellung, unsere persönliche Lebensphilosophie. Drei wichtige Dinge in jedermanns Leben, über die man die vollständige Kontrolle hat. Wohin sie gehen und wie sie sich entwickeln, hängt von unseren Entscheidungen ab.)
Als Empfehlung bin ich auf eine schöne Präsentation gestoßen über tolle Eigenschaften und Voraussetzungen zum Thema Führungsverhalten.
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