Christian the lion
Das Video zum Start ins Wochenende.
Fast schon ein Oldie, jedoch noch immer ein wirklich berührendes Video: Christian der Löwe.
Ein anderer tierischer “Held” HIER
3 Schlüssel für gute Mitarbeiterzufriedenheit
Mitarbeiter einfach nur zufriedenstellen kann nicht das einzige Ziel sein!
Ziel sollte es sein, sich Mitarbeitern gegenüber so zu verhalten und sie so zu führen, dass sie sich automatisch wohlfühlen und dadurch gut arbeiten. Die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern, dafür gibt es die verschiedensten Ansatzpunkte. Genau genommen hängt es erstmal von zwei Faktoren ab: Dem Mitarbeiter selbst und der Führungsperson.
Die Zutaten, mit denen beide ihre Suppe kochen, sind u.a. Leidenschaft, Motivation, Lernbereitschaft, Fachwissen, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Übereinstimmung der Werte, Produktivität, effektives Zeitmanagement, gute (positive) Kommunikation etc.
Aus Sicht der Führungsperson müssen alle diese Punkte (individuell mehr oder minder stark) berücksichtigt, aufeinander abgestimmt und gleichermaßen gefördert werden. Das setzt voraus, dass die Führungskraft in ALL diesen Punkten als Vorbild vorangeht und genau vorlebt, was sie sich von den eigenen Mitarbeitern verspricht. Wichtig an dieser Stelle: Ein Vergehen hat eine vielfach höhere Auswirkung als ein positiv vorgelebtes Verhalten. Deshalb muss der Anspruch der Führungsperson sehr hoch sein. Und das ständig! Jeden Tag!
Ein normaler Angestellter verbringt ca. die Hälfte seiner Zeit (in der er nicht schläft) am Arbeitsplatz. Deshalb sollte dieses Umfeld die eigene Entwicklung fördern, wenn möglich nicht nur beruflich sondern auch persönlich. Die eigenen Mitarbeiter sind das wertvollste Gut des Unternehmens, der Abteilung und der Führungsperson.
Es gibt 3 Schlüsselpunkte, die die Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig fördern, sofern sie regelmäßig und authentisch umgesetzt werden von Seiten der Führungskraft.
1. Zeigen Sie, dass Sie vorbereitet sind!
Je besser Sie vorbereitet sind bzw. je mehr Sie über die Mitarbeiter wissen, desto effektiver und ergebnisorientierter verläuft die Kommunikation. In Bezug auf das Stellen von Fragen ist dieser Punkt genauso wichtig. Ist man nicht genügend vorbereitet, so “palavert” man herum während kostbare Momente verstreichen. Momente, die sowohl arbeitstechnisch produktiv sein, als auch die Beziehung vertiefen könnten. In Vorbereitung investieren, seine Hausaufgaben machen, sich auf den Mitarbeiter einstellen. Das sind wesentliche Punkte zur gemeinsamen Basis zwischen Führungsperson und Mitarbeiter.
Eine gute Vorbereitung ist leicht wenn Folgendes berücksichtigt und umgesetzt wird…
2. Zeigen Sie wirkliches Interesse am Mitarbeiter!
Je mehr Interesse man am Mitarbeiter hat (und vor allem auch zeigt!), desto mehr drückt man aus, dass man ihn/sie schätzt. Wertschätzung und Anerkennung sind emotionale Grundbedürfnisse. Diese lassen sich durch hohes Interesse ideal demonstrieren. Die wichtigste Zutat hierbei: Authentizität! Wenn es nicht ernst gemeint ist, sollte man es unterlassen. Kaum etwas wiegt schlimmer als geheucheltes Interesse.
3. Helfen Sie anderen Einsichten zu gewinnen!
Die Kunst in der Führung, genau wie im Coaching, liegt darin, dass der Mitarbeiter eine Lösung oder Einsicht möglichst selbst entdeckt. Dadurch hat man das Gefühl, diese gehöre einem selbst. Ein tolles Gefühl, wahrhaftig. Diese Vorgehensweise ist wesentlich effektiver für die Begeisterung und den Eigenantrieb des Mitarbeiters als wenn man jede Anweisung einfach vordiktiert. Das Gefühl ein Problem selbst gelöst zu haben steigert zudem das Selbstwertgefühl, ein ebenfalls wichtiger Aspekt. Die Voraussetzung für das unbewusste Hinführen zur Findung eigener Einsichten erfordert sehr gute kommunikative Tools von der Führungskraft. Eine Investition die sich lohnt!
Durch die Berücksichtigung dieser 3 Punkte entsteht eine sehr gute Basis für eine produktive Zusammenarbeit. Im Grunde genommen einfache Dinge. Die größten Gefahren lauern im Ego, eigenen Interessen, persönlichen Vorbehalten, Neid und natürlich eigener Unzufriedenheit. Um dem unkontrollierten Hervorplatzen dieser Eigenschaften vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Führungsperson ständig an sich selbst arbeitet und sich kontinuierlich weiter entwickelt. Fachlich, führungstechnisch und persönlich.
Stehen Sie wirklich hinter Ihren Zielen?
Jeder von uns hat Ziele. Zumindest sagt es jeder von sich. Ich gehe davon aus, dass Sie Ziele haben.
Doch wie sehr wollen Sie diese Ziele erreichen? Hakt man mit dieser Frage nach, so werden sich nicht wenige Menschen unsicher. Dennoch versichern wahrscheinlich genauso viele, dass es Ihnen wirklich ernst ist. Und das dafür einiges geopfert würde und man schon lange, zum Teil sogar Jahre, daran arbeitet.
Abgesehen davon, dass es sich um ein Lebenswerk handelt, darf folgende Frage erlaubt sein: Wenn es mit einem Ziel wirklich ernst gemeint ist, warum dauert die Realisierung schon Jahre? Zugegeben, einige Ziele benötigen Zeit und sind nicht von heute auf morgen umsetzbar. Doch sollten Ziele, die wirklich erreicht werden sollen, nicht zeitnah umgesetzt werden? Und sollten nicht zumindest Zwischenresultate schnell sichtbar sein?
Ich bin auf eine interessante Zusammenstellung von Fragen gestoßen, die mir und meinen Kunden hilft, sich der Bedeutung von Zielen klar zu werden.
Sind Sie zu folgendem bereit, um Ihr Ziel zu erreichen?
- Gegen den Strom der Allgemeinheit schwimmen und gegen “übliche” Vorgehensweisen?
- Eine Veränderung des eigenen Lebensstils?
- Persönliche Opfer bringen?
- Hausaufgaben zu erledigen und von anderen zu lernen?
- Sich einer Sache zu verpflichten, OHNE die Garantie auf Erfolg?
- Ein Scheitern in Kauf zu nehmen, um anschließend Erfolg zu haben?
- Sich selbst mehr vertrauen?
- So lange weiter zu machen BIS das Ziel erreicht ist, egal wie lange?
- Für dieses Ziel einzustehen, ungeachtet externer Kritik?
In meiner Erfahrung erkennt man z.T. sehr schnell, dass ein Ziel nicht wirklich ein Ziel ist wenn man sich solcher Fragen unterzieht. Kann man diese Fragen jedoch uneingeschränkt mit “ja” beantworten, so dürften die nötigen Zutaten zum Erreichen des Ziels vorhanden sein: Durchhaltevermögen, Wille, Kreativität, Geduld, Leidenschaft und Fokus.
Viel Erfolg beim Erreichen Ihrer Ziele und einen guten Start in die Woche
Weitere interessante Beiträge:
6 Strategien die eigene Vision effektiv zu kommunizieren
Mit K.R.E.A.T.I.O.N. zu Ihren Zielen
Eine noch bessere Zutat als Studium, Ausbildung oder Training
Was ich von Papa Schlumpf lernte…
Kennen Sie „Scrubs“, die TV-Comedy-Serie aus den USA?
Es ist immer wieder erstaunlich, in welchen Zusammenhängen und bei welchen Quellen man heutzutage Ansätze zum Thema Führungsverhalten und Mitarbeiterzufriedenheit findet. So auch bei „Scrubs“. Letzte Woche sah ich eine Folge, in der der Hauptdarsteller Zach Braff alias John Dorian an seinen Führungsfähigkeiten arbeiten sollte. Sein bester Freund Turk half ihm anhand eines Beispiels der Schlümpfe auf die Sprünge: „ Mach es wie Papa Schlumpf. Drei Dinge sind wichtig: Vorbereitung, Inspiration, Angst.“
So unrecht hat Turk bzw. Papa Schlumpf nicht.
Vorbereitung ist essenziell für sämtliche Aufgaben, die eine Führungskraft zu bewältigen hat. Meetings, Geschäftstermine, Telefonate, strategische Planung und Umsetzung, finanzielle Transaktionen, Weiterbildung, Teambuilding, Mitarbeiterzufriedenheit, Pflege von Beziehungen usw. All diese Faktoren benötigen Vorbereitung. Vorbereitung ist deshalb so wichtig weil es u.a. das Risiko vor unerwarteten Vorfällen mindert. Je besser man vorbereitet ist, desto weniger kann einen überraschen. Außerdem reduziert es gleichzeitig Angst. Je mehr mir über eine Sache bekannt ist, umso besser kann ich Eventualitäten berücksichtigen. Und umso weniger unbehaglich erscheint eine Situation. Minimiert man Angst, steigert das im Umkehrschluss einen anderen, wichtigen Faktor: Selbstbewusstsein!
Inspiration ist für den täglichen Umgang mit Teams, anderen Führungskräften, Kunden, Vorgesetzten, kurz allen Menschen, ebenso wichtig. Je mehr eine Person inspiriert ist, desto motivierter, besser und konzentrierter arbeitet sie. Wichtig ist hierbei, dass Inspiration von innen kommt. Anders als Motivation, die häufig von außen versucht wird zu integrieren, schaffe ich Inspiration über Visionen, Werte und gemeinsame Ziele. Die Motivation kommt dann von ganz allein. Womöglich dauert es etwas länger Inspiration zu verbreiten als Motivation. Dafür wirkt es jedoch um eine Vielfaches länger, da ich von außen deutlich weniger nacharbeiten muss als bei ständiger Motivation (mit wahrscheinlich immer wiederkehrenden Sprüchen und Phrasen).
Im letzten Punkt stimme ich mit Papa Schlumpf nicht wirklich überein. Eine gute Führungskraft sollte keine Angst verbreiten. Angst kann Menschen durchaus antreiben, die meisten jedoch lähmt sie. Deshalb ersetzt man diesen Punkt durch „Commitment“ (sich etwas/jmd gegenüber verpflichten), was ich gern als Verbindung von Disziplin, Konsequenz und Entschlossenheit sehe. Mit dem nötigen Commitment schafft man es in Situationen, in denen Hindernisse auftauchen, weiter zu machen. Ist das Commitment da, so entwickelt man ganz natürlich Kreativität, Durchhaltevermögen und Geduld.
Wer hätte es gedacht? Aber manchmal kommen sehe weise Worte von Quellen, wo man es nicht unbedingt erwartet.
Die nächste Folge Scrubs hier
Wahres Führungsverhalten / True Leadership
Es ist Freitag der 13.
Als GUTES Omen für dieses Wochenende (und hoffentlich darüber hinaus) ein Video zum Thema Führungsverhalten / Leadership.
Sind Sie im Krieg?
Gehören Sie zu den Menschen, die gerne einen entscheidenden Unterschied im Leben machen möchten?
Ganz egal ob karrieretechnisch oder in Ihrem Privatleben. Möchten Sie etwas Außergewöhnliches leisten, eine Sache erreichen, die Sie deutlich von anderen abhebt und wodurch Sie sich selbst ganz besonders fühlen? Gut!
Stellen Sie sich vor, dass es Juli ist. Die Sonne lacht, es ist Samstag und Sie müssen nicht ins Büro. Der Strand ruft…
Was tun? Um etwas Außergewöhnliches zu erreichen, muss man einen gewissen Aufwand betreiben. Man muss diesen zusätzlichen Kilometer gehen, den die Masse der Menschen nicht bereit ist zu gehen. Die Wahl zwischen dem zusätzlichen Kilometer und dem Strand kreiert einen inneren Krieg. Stellt man die Frage nach einer außergewöhnlichen Errungenschaft, so erhält man meist ein “ja” als Antwort. Stellt man danach die Frage, ob man nicht gern am Strand liegt und sich bräunt, erhält man ein Lächeln. Der Zwiespalt ist offensichtlich.
Im Grunde genommen drückt diese Reaktion aus, dass die meisten von uns vielleicht bereit sind etwas für das Außergewöhnliche zu tun. Bis, ja bis eben dieser Juli-Tag (der sinnbildlich für sämtliche kleine oder große Verführungen steht) kommt und immer lauter ruft.
Nicht viele Menschen haben ganz konkrete Vorstellungen was ihre Ziele angeht. Noch weniger möchten diese so sehr erreichen, dass sie dafür ihre (Frei)Zeit opfern. Und noch weniger Menschen haben dieses absolute commitment, diesen unbedingten Willen auch mal die innere Schmerzgrenze zu durchbrechen. Das ist der Grund warum es scheinbar nur so wenige wirklich erfolgreiche Menschen gibt. Das ist eines dieser “Erfolgsgeheimnisse”. Die meisten dieser Geheimnisse sind simple Prinzipien, die sofort zu verstehen sind und auch in der Umsetzung erstmal kein Problem darstellen. Die dauerhafte Integration in den Alltag jedoch, das ist es, was für viele die Hürde unüberwindbar zu machen scheint. Um Raum für neue Verhaltensweisen oder Gewohnheiten zu schaffen, muss etwas Bestehendes reduziert oder eliminiert werden. Das sind meistens die bequemen Dinge. Und da zeigen sich die harten Fesseln der Gewohnheit, aus denen man sich nicht mehr zu lösen vermag. Zumindest glaubt man das häufig.
Eine effektive Vorgehensweise ist auch hier: Kleine Schritte zur dauerhaften Veränderung. Änderungen in Abläufen können in 1/4-Stunde-Takten pro Tag begonnen werden. Wichtig ist, dass es überhaupt begonnen wird und noch wichtiger, dass es beständig gemacht wird.
Calvin Coolidge sagte:
“Nichts auf der Welt kann den Platz von Beharrlichkeit einnehmen.
Nicht Talent. Es gibt nichts Gewöhnlicheres als unerfolgreiche Menschen mit Talent.
Nicht Genialität. Unbelohntes Talent ist beinahe ein Sprichwort.
Nicht Ausbildung. Die Welt ist voll von gebildeten Wracks.
Beharrlichkeit und Entschlossenheit sind omnipotent!”
Ich! Und zwar NUR ich!
Ich! Du! Sie! Das ist die Antwort!
Wie lautet die Frage dazu? Ganz einfach: Wer hat die Verantwortung für sich selbst? Und damit ebenfalls für seine Erfolge, seine Niederlagen, für Angenehmes und Schmerzhaftes, für Weiterentwicklung oder Rückschritt, für Glücklichsein oder Depression.
Ein ganz simples Ursache/Wirkungs-Prinzip. Eine Ursache löst stets eine Kette von Handlungen aus, an dessen Ende ein Resultat steht. Dieses entsteht IMMER. Es ist vielleicht nicht immer das Resultat, welches wir uns wünschen, aber es bleibt dennoch ein Resultat. Gibt es nun einen Umstand, der einem im Leben nicht gefällt und man verfolgt die Kette zurück, von Wirkung/Ergebnis bis zur Ursache, erhält man wertvolles Feedback.
Je genauer, und vor allem eigenverantwortlicher, man sich diese Kette ansieht, desto mehr fallen einem Entscheidungen, Denkweisen, Handlungen, Reaktionen usw. auf, die man selbst entscheidend mit gesteuert und beeinflusst hat. Diese wiederum können der Ursache/Wirkungs-Kette nur exakt die Richtung gegeben haben, die sie letztlich genommen hat.
Beispiele:
Zu spät weil die Bahn Verspätung hatte?
- Wer hat entschieden, dass es nicht eine Bahn früher hätte sein sollen?
- Wer hat entschieden nicht etwas früher aufzustehen?
- Hätte man auch stattdessen den Bus nehmen können?
- Hat vielleicht die zweite Tasse Kaffee zur Verspätung geführt?
Völlig unzufrieden mit der eigenen Jobsituation?
- Wer hat den Job angenommen?
- Wer hat es in der Hand sich nach anderen Jobs umzusehen und sich zu bewerben?
- Wer ist an Streitereien und Meinungsverschiedenheiten mit beteiligt?
- Wer könnte durch eine andere Einstellung die Atmosphäre verbessern?
Anhand dieser beiden einfachen Beispiele ist deutlich, dass es letztlich IMMER in der eigenen Hand liegt. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Erklärungen wir alle haben, um gewisse Umstände (meist sind es Verfehlungen) zu rechtfertigen oder zumindest zu erklären. Dieselbe Zeit und Energie könnte in konstruktives Erörtern der Situation gesteckt werden oder in Kreativität was Lösungen angeht.
Stellen Sie sich vor, Sie sind am Ende Ihres Lebens angekommen und blicken zurück. Sie können eine Menge Gründe haben warum dies oder das nicht funktioniert hat. Gute Gründe. Womöglich haben Sie Erklärungen, die absolut rechtfertigen, dass es gar nicht anders kommen konnte. Und egal wie gut diese Erläuterungen sind, am Ende steht doch nur eines: Es wurde nichts erreicht und derjenige, der darunter leidet, sind Sie selbst!
Menschen, die eigenverantwortlich handeln, die nicht nur in ihren Erfolgen baden, sondern auch für ihre Fehltritte die Verantwortung übernehmen, diese Menschen haben einen entscheidenden Vorteil. Die Macht, die negativen Dinge zu verändern wird nicht aus der Hand gegeben, sie liegt komplett bei ihnen selbst. Und das ist der erste Schritt für jede Veränderung.
Sind Faktoren, außer Sie selbst, daran “schuld”, dass etwas nicht funktioniert, so obliegen Sie der Gnade und Laune anderer, dass sich diese Dinge irgendwann wieder ändern. Nicht so, wenn Sie selbst am Ruder sitzen. Dann hat man es selbst in der Hand.
Eine große Verantwortung!
Aber auch eine große Freiheit
Tierische Tat
Es ist Freitag und damit Zeit für ein kurzes Video der Inspiration. Diesmal ist es wirklich ungwöhnlich und es hat nicht wenige Menschen tief berührt.
Dieses Ereignis spielte sich in Chile ab
Christian der Löwe / Chrisitan the lion HIER
Die Vergangenheit ist tot!
Zugegeben, ein vielleicht etwas radikaler Satz.
Nichts desto trotz möchte ich gerne etwas näher darauf eingehen. In den meisten Coachings, Seminaren und Workshops, in denen es um persönliche Weiterentwicklung, Führungsverhalten oder auch Teambuilding geht, stoßen Menschen an ihre Grenzen. Häufig sind diese Grenzen Aspekte, die (zum Teil weit) in der Vergangenheit liegen. Das ist nicht weiter ungewöhnlich. Was umso erstaunlicher für mich ist: Diese Punkte der Vergangenheit, die meist negativ behaftet sind, werden nicht als Lernerfahrung genutzt, sondern als Grund (oder auch Alibi) warum evtl. Erfolge nicht möglich sein können.
Natürlich ist die Vergangenheit eine fantastische Lehrmeisterin. Wenn sie dafür verwendet wird die Gegenwart zu erschweren und die Zukunft pessimistisch zu gestalten, ist sie jedoch nicht nur eine uneffektive Lehrmeisterin, sondern auch die falsche. Ein Buchautor sagte mir einmal bei einem Vortrag: The past is dead – Die Vergangenheit ist tot! Ob und inwiefern Sie sie wieder ins Leben rufen, liegt nur bei Ihnen selbst.
Achten Sie mal in normalen, alltäglichen Gesprächen darauf, WIE häufig es um Themen geht, die in der Vergangenheit liegen, egal ob gut oder schlecht. Warum wird sich soviel mit Dingen beschäftigt, die vorbei sind (und auch nicht wiederkommen)? Der menschliche Verstand sucht nach Komfort und Gewohnheit. Die Vergangenheit ist vertraut, man hat sie bereits erlebt und sie kann einen nicht mehr überraschen. Wirklich gut fühlt man sich jedoch, wenn man Herausforderungen (endlich) meistert, an Schwierigkeiten wächst und einen weiteren Schritt in der persönlichen Entwicklung nimmt. Dies geschieht nicht durch ständige Gedanken an die Vergangenheit.
Was viel schlimmer ist: Je mehr man einfach nur an die Vergangenheit denkt, ohne daraus zu lernen, desto weniger nutzt man den Augenblick. Der Augenblick, die Gegenwart, bestimmt unsere Zukunft, dieser Meinung war schon Gandhi. Lebt man also in der Vergangenheit taumelt man förmlich in die eigene Zukunft anstatt sie aktiv zu gestalten. Natürlich darf man die Vergangenheit nicht ignorieren! Man sollte aus ihr lernen, jedoch mit dem Hintergedanken etwaige Fehler in der Zukunft nicht mehr zu machen, um sich selbst und seine Fähigkeiten kontinuierlich weiter zu entwickeln.
Ein befreundeter Gastwirt überlieferte mir einmal folgendes Zitat:
Der Königsweg ist, aus den Erfahrungen der anderen eigene Fehler zu vermeiden!
Deshalb mein ganz persönlicher Tipp für den Tag:
Aus der Vergangenheit lernen, den Augenblick nutzen, die Zukunft gestalten!
Dies geht nur Hand in Hand, ist aber umso effektiver, wenn es tatsächlich umgesetzt wird.
Viel Erfolg
Warum immer die anderen?
Das menschliche Verhalten ist faszinierend. Selbst wenn Sie sich nicht für Persönlichkeitsentwicklung interessieren, so haben Sie bestimmt schon einmal gehört, dass man sich immer selbst ändern sollte, anstatt unerwünschte Charakterzüge anderer Menschen.
So offensichtlich dieses Prinzip auch sein mag… im Alltag ist es häufig mehr als nur eine Herausforderung. In einem Lernprogramm von Bill Tracy, einem Experten auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung und Erfolgstraining, hörte ich einen Satz, der mir im Gedächtnis geblieben ist.
Sie kennen die Situation ohne Zweifel. Ein Mensch in Ihrem Umfeld verhält sich nicht so wie Sie selbst es gern hätten. Wie reagiert man? Nehmen wir die emotionalen Reaktionen mal beiseite. Als nächstes haben Sie doch bestimmt schon mal überlegt, wie Sie die anderen Person dazu bewegen könnten, genau das zu tun was Sie selbst gern möchten, oder? Gelingt es einem dann jedoch nicht (und das tut es in den seltensten Fällen!), staut sich schnell Enttäuschung, Frust oder auch Wut an.
Überlegen Sie einmal wie schwer es ist, in oder an sich selbst, ein Verhalten oder eine Denkweise zu verändern. Nicht nur für einen Moment – dauerhaft! Um sich zu verbessern, effektiver zu werden oder Dinge zu optimieren, muss man sich immer wieder verändern. Nicht alle Veränderungen sind 180 Grad „schwer“, auch wenn es einem nicht selten so vorkommt. Jeder kennt die Erfahrung, dass es leicht ist eine Neuerung/Veränderung in seinem Leben zu implementieren. Mit zunehmender Dauer jedoch wird es schwerer diese auch aufrecht zu erhalten.
Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf: Wenn es SO schwer ist, sein eigenes Verhalten in die gewünschte Richtung zu verändern, erscheint es geradezu lächerlich dies in einem anderen Menschen steuern zu wollen. Nichts desto trotz versuchen wir es alle immer wieder, sogar täglich.
Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ist nicht zu unterschätzen. Im Gegenteil, je schneller und besser man in der Lage ist an sich selbst zu arbeiten desto besser. Interessant, wie häufig noch immer versucht wird das Wasser zu „bearbeiten“ anstatt einfach schwimmen zu lernen.
Oder?











