Führungsprinzipien von Nelson Mandela

Jul 28th, 2008No Comments

In einem Artikel des TimeMagazine hat der Autor Richard Stengel die 8 grundlegenden Prinzipien der Führung nach Nelson Mandela zusammen gefasst.

1. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst – es heißt andere zu inspirieren sie zu überkommen!
Man kann nicht nur vorgeben mutig zu sein und es mit der Welt aufnehmen zu können. Als Führer jedoch kann man die Menschen dies nicht wissen lassen. Eine gewisse Außendarstellung ist wichtig. Mandela wusste, dass er ein Vorbild für andere war. Das gab ihm die Kraft seine eigenen Ängste zu überwinden.

2. Führen Sie von der Spitze – aber lassen Sie die Basis nicht zurück!
Verweigern zu verhandeln war für Mandela kein Grundprinzip – es war Taktik. Sein gesamtes Leben lang machte er diese Unterscheidung. Sein (Umsturz der Apartheit und “one man one vote”) war absolut unveränderlich. Jedoch war alles was ihm half diese Ziele zu erreichen eine Taktik. Er ist einer der prasmatischsten Idealisten.

3. Führen Sie von hinten – und lassen Sie andere glauben, sie wären an der Spitze!
Manela liebt es über seine Kindheit zu sprechen und wie er die Nachmittage faulenzte. “Wissen Sie, man kann nur von hinten führen.” Mit einem Anheben der Augenbraue gab er die Analogie der Geschichte zu verstehen. Der Trick, was Führung angeht, liegt darin, sich zu erlauben auch geführt zu werden. “Es ist weise Menschen zu überzeugen und Dinge tun zu lassen und sie glauben zu lassen, es wären ihre eigenen Ideen gewesen.”

4. Kennen Sie Ihre Feinde – und was ihr Lieblingssport ist!
In den 1960ern lernte Mandela Afrikaans, die Sprache der weißen Südafrikaner, die die Apartheit schafften. Er versprach sich etwas von ihrer Weltanschauung zu verstehen. Von seinen Freunden in der ANC wurde er belächelt, jedoch wusste Mandela, dass er eines Tages gegen sie vorgehen und mit ihnen verhandeln würde. Er wusste, dass sein Schicksal mit ihrem verknüpft war. In diesem Zusammenhang lernte er viel über Rugby, den Lieblingssport der weißen Südafrikaner.

5. Halten Sie sich Ihre Freunde nahe – und Ihre Feinde noch näher!
Mandela hat einen unwiderstehlichen Charme – Charme den er häufig bei seinen Feinden eingesetzt hat. Er schätzte Loyalität, war jedoch niemals davon besessen. “Menschen handeln schlicht in ihrem eigenen Interesse.” war eine seiner Aussagen. Der Nachteil des Optimisten – und Mandela ist ein Optimist – ist, dass er häufig zuviel vertraut. Was Mandela jedoch erkannte war, dass er Gegener mit seinem Charme neutralisieren konnte.

6. Die Erscheinung macht was aus – und denken Sie daran zu lächeln!
Bei seiner Präsidentschaftskandidatur 1994 wusste Mandela, dass Symbole genauso wichtig sind wie Materie. Er war nie ein großer Redner, aber er hatte stets dieses wunderbare, vereinnahmende und omnipräsente Lächeln. Für die weißen Südafrikaner symbolisierte es den Mangel an Verbitterung und bekundete Sympathie. Für die schwarzen Wähler beinhaltete es: Ich bin ein glücklicher Krieger und wir werden triumphieren!

7. Nichts ist schwarz oder weiß!
Mandela mag Widersprüche. Als Politiker war er pragmatisch und sah die Welt in unendlich verknüpften Nuancen. Jedes Problem hat viele Gründe. Mandela hatte eine bestimmte Vorgehensweise: Was ist mein Ziel und was ist der praktischste Weg dieses zu erreichen?

8. Aufgeben ist ebenfalls führen!
Zu wissen wie man eine fehlgeschlagene Idee, eine nichtsbringende Aufgabe oder eine tote Beziehung loslässt, gehört mit zu den schwierigsten Entscheidungen, die eine Führungsperson treffen muss. Mandela weiß, dass Personen ebenso führen durch das was sie tun wie durch das was sie nicht tun.

Nelson Mandela wurde am 18. Juli 90 Jahre alt.

Fokus ist alles

Jul 24th, 20082 Comments

Wenn Sie eine 250Watt-Glühbirne in die Fassung schrauben, erhellen Sie mit der Lampe einen Raum. Wenn Sie jedoch dieselben 250Watt Energie konzentrieren und durch einen Laser schießen, können Sie stahl durchschneiden. Eine schöne Metapher für die Power von gezieltem Fokus oder Konzentration.

Menschen, die Ihre Leidenschaft nutzen, um ihre Konzentration/Fokus zielgerichtet einzusetzen, haben Erfolg. Warren Buffett, reichster Mensch der Welt, sagt: “Ich bin wie Tiger Woods oder Michael Jordan. Diese Menschen haben eine unglaubliche Fähigkeit zu fokussieren.”Edison war so leidenschaftlich von seiner Idee angetan Licht zu haben, wenn es eigentlich dunkel ist, dass es auch nach vielen (mehr als tausend) Fehlversuchen dazu geführt hat, dass er schließlich die Glühbirne erfand.

Fokus ist ganz natürlich wenn genügend Leidenschaft dahintersteckt. Schaut man sich die Karrieren von beispielsweise Bill Gates, Thomas Edison oder aktuell Paul Potts (der Star aus der Telekom-Werbung), so stellt man fest, dass diese voll von zahlreichen Hürden und Schwierigkeiten waren. Aber die zielgerichtete Ausrichtung des eigenen Fokus führte dazu, dass sie heute sind was sie sind.

Die Frage, die sich stelle: Wie richten Sie Ihren eigenen Fokus so aus, um entsprechende Ergebnisse zu generieren? Eine spannende Frage, die sich mit den Mechanismen des menschlichen Gehirns befassen und den Möglichkeiten der eigenen Vorstellungskraft. Wenden Sie sich ab von den Dingen, die Sie nicht möchten und konzentrieren Sie Ihre Erfahrungen auf die Dinge, die Sie wirklich möchten, so trainieren Sie die Fähigkeit, diese Erfahrungen auch anzuziehen.

Der Neurowissenschaftler Dr. Michael Merzenich sagt: “Veränderungen kommt von den Dingen, denen wir unsere Aufmerksamkeit schenken.” Fakt ist, dass das Gehirn eingespielte Verhaltensmuster besitzt, die jedoch vom Verstand überspielt werden können. Man glaubt, dass der Verstand einen eigenen Verstand hat. Denken, welches auf Gewohnheit basiert, meist auf Ereignisse aus der Vergangenheit beruhend, führt zu denselben Ergebnissen. Wieder und wieder.

Durch das Kreieren eines aktiven und lebhaften Bildes stoßen Sie die gewünschte Veränderung an. Das gilt es zu wiederholen und zu üben. Visualisierung, Aufschreiben und weiter Lernen. Eine neurologische Veränderung hervorrufen und sie solange anstoßen bis sie Realität wird – das ist das Ziel. Wichtig wie bei allen Fähigkeiten, die Sie oder andere Menschen besitzen ist es zu üben. Nicht für einen bestimmten Zeitraum, sondern so lange BIS es funktioniert!

Führung von innen

Jul 18th, 2008No Comments

Führung ist überall. In Büros, zu Hause, in der Gemeinschaft, im Verein… überall!
Gute Führungspersonen sind eher rar gesäht, verlangt es doch viele Eigenschaften in sich zu vereinen, dabei möglichst häufig objektiv zu bleiben, flexibel und das für die Situation “Richtige” zu entscheiden.

Ein ganz entscheidender Punkt dabei ist was man selbst über andere bzw. Menschen denkt. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass Menschen gut sind – damit sind Eigenschaften wie motiviert, freundlich, lernbereit, leistungsorientiert gemeint – so wird der individuelle Führungsstil bestimmte Charakteristiken ausdrücken. Dieser Stil wird Menschen wahrscheinlich dazu bewegen Herausforderungen anzunehmen, Ziele zu verfolgen und eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Glaubt man jedoch, dass Menschen grundsätzlich schlecht sind – undiszipliniert, berechnend, faul etc. – so wird die entsprechende Art der Führung ganz anders aussehen. Beispielsweise werden Belohnungen und Strafen eine ganz wichtige Rolle spielen. Die Führung wird sehr kontrollierend sein, misstrauisch, vielleicht sogar unfair.

Je besser man sich selbst kennt und das Bild, welches man von anderen Menschen hat, desto besser ist man in der Lage die eigene Führung zu verstehen und zu optimieren.

Weitere interessante Beiträge:

Wo sind die Ressourcen (Metapher)
IQ ist nicht = Intelligenz

Gandhi – Führen durch Vorbild

Jul 12th, 2008No Comments

Eines Tages kam eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn zu Gandhi und bat ihn ihrem übergewichtigem Sohn zu sagen, dass er aufhören solle Zucker zu essen.

“Kommen Sie in drei Wochen wieder zu mir.”

Die Mutter war überrascht von der Antwort, nichts desto trotz ging sie wieder. Drei Wochen später nahm sie mit ihrem Sohn die Reise noch einmal auf sich.
Wieder bat sie Gandhi ihrem Sohn zu sagen, er solle aufhören Zucker zu essen.

Gandhi sah den Jungen an und sagte: “Hör auf Zucker zu essen!”

Die Mutter war ein wenig verärgert, sah sie doch den Sinn in Gandhi´s vorherigem Verhalten überhaupt nicht. Sie fragte ihn warum er dies nicht bereits drei Wochen früher hätte tun können, so wären der Mutter und dem Sohn die neuerliche Reise erspart geblieben.

Gandhi schaute zur Mutter:”Meine Dame, vor drei Woche aß ich selber noch Zucker…”

Alte Gewohnheiten brechen

Jul 10th, 20081 Comment

Sicherlich haben Sie sich schon mal gefragt:
Warum ist es so schwer mit alten Gewohnheiten zu brechen?

Häufig werden wir regelrecht von Ideen und Normen kontrolliert, die das Datum ihrer Nützlichkeit schon längst überschritten haben. Obwohl nicht mehr nützlich haben sie dennoch einen zu großen Einfluss auf das gegenwärtige Leben. Unüberlegtes und programmiertes Verhalten, herbeigeführt durch Stress kann dies verursachen – die Art von Stress, die schnelle Veränderung beinhaltet.

Angst vor Veränderung oder Versagen führt nicht selten dazu doch lieber das gewohnte, aber für die Situation und einen selbst nicht ideale, Verhaltensmuster zu wählen. Gewohnheit eben… Viele Gewohnheiten sind gut, keine Frage. Sie helfen uns den Tag gut zu durchleben und es fühlt sich familiär und gut an. Wie aber durchbricht man ungewollte Verhaltensweisen?

Hier sind 4 Vorschläge mit deren Hilfe Sie alte Gewohnheiten verändern können:

1.
Machen Sie Ihre Ansage, eine Veränderung betreffend, öffentlich! Je mehr Menschen davon wissen, desto mehr sind Sie unter Zugzwang dieses Versprechen auch einzuhalten.
2.
Gehen Sie täglich, zumindest einen kleinen, Schritt, der die entsprechende Veränderung fördert.
3.
Ziehen Sie eine verhaltensändernde Maßnahme sofort und schlagartig durch. Kein Zurückrudern erlaubt!
4.
Bauen Sie so schnell wie möglich so viele positive Bestätigung für eine entsprechende Veränderung auf. Bleiben Sie dran und erlauben Sie nicht, dass die Entwicklung sich verlangsamt bis das neue Verhalten etabliert ist (bzw. bis es die neue Gewohnheit ist).

Weitere Beiträge dazu:

So gehts raus aus der Komfortzone (Video)
Vermeiden Sie Folgendes beim Verändern Ihrer Gewohnheiten
Selbstcoaching: Eine Idee innerhalb von 48h starten

Paul Potts – Leidenschaft & Dankbarkeit

Jul 6th, 20082 Comments

Seit kurzer Zeit gibt es einen Fernsehspot der Telekom, in dem die kurze und begeisternde Geschichte von Paul Potts, einem ehemaligen Handyverkäufer aus Bristol/England, gezeigt wird.

Als Legastheniker und Loser abgestempelt und verspottet, war es Paul Potts´größter Traum Opern zu singen. 2007 hatte er in der britischen Talentshow “Britain´s Got Talent” seinen Auftritt. Als er auf die Bühne kam wirkte er nervös, unsicher und, wie viele fanden, fehl am Platz und wurde belächelt und nicht wirklich ernst genommen.

Die drei Juroren (Simon Cowell, Piers Morgan und Amanda Holden) nahmen Paul Potts wohl auch nicht richtig ernst. Auf die Frage warum er heute hier sei antwortete er: “Um Oper zu singen.”, worauf einer der Juroren (Morgan) fast schon spöttisch zur Seite schaute. Was folgte war ein Auftritt, der sämtliche Zuschauer, die Juroren und Besucher im Saal auf eine einzigartige Art und Weise berührte.

Und Paul Potts betonte immer wieder, er müsse an seiner Schüchternheit arbeiten und möchte nur Oper singen. Es sei seine große Leidenschaft.
Nach diesem Auftritt gewann Potts die Show. Heute gibt er weltweit Konzerte, er sang vor der Queen und wirkt noch immer angenehm bescheiden und fast schüchtern. Ein modernes Märchen, das zeigt, zu was Menschen in der Lage sind, wenn sie mit Leidenschaft und Überzeugung ihrem Traum nachgehen.

Über die Wichtigkeit der richtigen Frage

Jul 3rd, 20081 Comment

Jack Giampalmi zum Thema der richtigen Fragestellung bzw. der richtigen Frage:

“Lösungen sind einfach. Bei der Definition und dem Verständnis der richtigen Frage ist Führung essentiell. Globale Erwärmung oder der Klimawandel finden sich auf vielen Agendas wieder. Aber werden die richtigen Fragen gestellt? Seien Sie sich sicher, dass Sie DIE richtige Frage kennen bevor Sie mit einem Problem konfrontiert werden. Ständig werden wir regelrecht bombardiert mit Gedanken, Situationen und Schwierigkeiten, während bei der Problemlösung die falschen Fragen gestellt werden. Dies hindert die Nachhaltigkeit.”

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