#54 – Den einen Schritt mehr gehen…
Es gibt kein Missverständnis darüber, dass wenn man mehr macht und mehr Leistung in eine Sache investiert, es sich auch lohnt. Allerdings ist die Fähigkeit “immer ein bisschen mehr zu machen” nicht gerade eine Sache, die man im Vorbeigehen absolviert. So klein und unbedeutend es in der Praxis scheint, desto mehr mentale Leistung muss man im Vorfeld investieren, um diese Fähigkeit richtig zu entwickeln. Mit “richtig” entwickeln meine ich, dass es ein Teil von allem wird was man macht.
“Es ist nicht was du hin und wieder tust, es ist was du tagein, tagaus tust, was letztlich den Unterschied ausmacht”
Jenny Craig, Ernährungsberaterin
Wäre es einfach, würde es jeder tun… Nun, besonders viel Können muss man nicht, um diese Fähigkeit einzubringen. Es ist eine reine Kopfsache, eine Frage des Willens und eine Frage der persönlichen Einstellung zu den Dingen, die man tut. Selbstcoaching Podcast #54 – Den einen Schritt mehr gehen
Die “Belohnungen”, die man durch die Ausübung dieses Prinzips erfährt lohnen sich. Zum einen bekommt man eine gewisse positive Aufmerksamkeit und womöglich sogar einen Status “unersetzlich” zu sein. Darüber hinaus verbessert man sich ständig selbst, da man die eigenen Standards immer wieder verschiebt, um es noch besser zu machen. Man entwickelt einen sehr scharfen Fokus dafür, was man als nächstes noch besser machen kann. Zusätzlich ergreift man automatisch schneller die Initiative, da die Erfüllung einer Aufgabe in den Vordergrund rückt und nicht Motive wie Bezahlung, Lob und Anerkennung.
Napoleon Hill hat einmal eine schöne Formel entwickelt für den zusätzlichen Schritt:
Q1 + Q2 + ME = K
Q1 ist die Qualität der gelieferten Leistung.
Q2 ist die Quantität der gelieferten Leistung.
ME ist die mentale Einstellung welche an den Tag gelegt wird.
K ist die Kompensation, die man dafür erhält.
Der Autor nennt in diesem Zusammenhang nicht nur finanzielle Kompensation, sondern auch Faktoren wie Freude, Harmonie mit anderen und dem Umfeld, Vertrauen, Offenheit, Toleranz und zahlreiche weitere Faktoren, übergreifend auf verschiedene Lebensbereiche.
Weitere Folgen:
#53 – Wie man mit Schuld umgehen kann
#55 – Metapher – Wahrlich affiges Verhalten












Hallo Heiko,
ein sehr interessantes Thema.
Mir stellt sich die Frage: wann hat man denn den Zenit des “jeden Tag ein bisschen mehr machens” erreicht?
Oder anders gefragt: macht uns unsere Leistung “unersetzlich” oder unsere Persönlichkeit?
Besteht nicht die Gefahr, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt, so dass von einem immer mehr und mehr erwartet wird, es aber Momente geben wird, wie zb. Krankheit oder einfach mal nur schlechten Tag haben, und man diese Erwartungen somit nicht erfüllen kann? Damit meine ich nicht nur die Erwartungen der anderen, sondern auch die eigenen Erwartungen an sich selber.
Letztendlich sollte sich wohl jeder fragen, wo und für wen er/sie unersetzlich sein möchte.
Für die Firma? Dazu müsste erst mal der allgemein gültige Leitsatz “in der Wirtschaft ist Jeder ersetzbar” umgemodelt werden.
Das allerdings dürfte sich als recht schwierig erweisen
Fragen über Fragen
LG, Sandra