Erfahrung + Identität = Leben
Kürzlich sah ich einen interessanten Bericht, in dem gefragt wurde: Was macht unser Leben eigentlich aus, bzw. die Qualität unseres Lebens? Und die Antwort, die geliefert wurde, lautete: Erfahrung + Identität = Leben. Ein interessanter Ansatz. Es gibt ja Formeln wie diese zuhauf, eine ähnliche lautet, dass die Qualität unseres Lebens die Summe unserer Erfahrungen ist. Oder: Die Qualität unserer Entscheidungen bestimmt über die Qualität unseres Lebens. Und so geht es immer weiter…
Die Komponente der Identität ist hier das Salz in der Suppe. Erfahrungen machen wir alle, ob bewusst oder unbewusst. Aufgrund unserer Identität bewerten wir eine, an sich neutrale, Erfahrung und geben ihr eine Bedeutung, die dann folglich in der Summe ein Qualitätsmerkmal ausmacht. Die Frage nach der Identität wirft Folgendes auf: Wer sind wir eigentlich oder wer/was glauben wir zu sein? Im Coaching stößt man immer wieder auf diese Frage und sie ist eine der wertvollsten überhaupt (wie ich finde).
Wie definieren Sie sich? Sind Sie die Summe Ihrer Erfahrungen? Oder fühlen Sie Ihre Identität im ausgeübten Beruf am besten wiedergespiegelt? Oder in Ihrer Berufung? Sind Sie Ihre Eigenschaften? Sind Sie Ihre Stärken oder Ihre Schwächen? Sind Sie Ihr Charakter? Oder doch eher Ihre Persönlichkeit? Und was ist für Sie Ihre Persönlichkeit?
Man kann schnell Meinungsunterschiede haben und auch philosophisch dabei werden. Deswegen biete ich hier meine ganz persönliche Sichtweise darüber an wer oder was ich zu sein glaube. Was der Sache für mich am nächsten kommt sind WERTE. Am ehesten finde ich mich in meinen Werten wiedergespiegelt. Werte bedeuten, ganz einfach gesagt, was mir wichtig ist. Die Werte, bzw. was einem wichtig ist, bestimmt ebenso den Wert einer bestimmten Erfahrung. Ist mir Aktivität wichtig, dann ist die Erfahrung eines Sport-Urlaubs wahrscheinlich eine tolle Erfahrung und natürlich steigt so meine Lebensqualität. Ist mir jedoch Entspannung, Freizeit und “Couching” wichtig, so wird ein Sport-Urlaub wohl eher ein Negativerlebnis sein. Und noch viel wahrscheinlicher: Ich werde ihn gar nicht erst buchen.
Werte sind meiner Meinung nach der effektivste Schlüssel für jede Veränderung. Sie erklären (fast) jedes Verhalten und sie sind die Stellschrauben für Vorlieben, Abneigungen, Motivation und Desinteresse. Erreiche ich die Werte eines Menschen, also was ihm/ihr wichtig ist, so erreiche ich fast zwangsläufig auch den Menschen selbst. Dies ist wichtig für die Kommunikation untereinander. Beispielsweise gibt es grundsätzlich zwei Ausrichtungen der Motivation: Entweder hinzu auf das was man möchte oder weg von dem was man nicht möchte. Möchten Sie reich sein weil Sie sich dies, das und jenes leisten wollen (auf etwas hinzu motiviert) oder weil Sie NICHT arm sein möchten (von etwas weg motiviert)? Möchten Sie abnehmen, um fit zu sein (hinzu) oder weil Sie nicht dick sein möchten (weg)?
Diese Art von Motivationsausrichtung findet Ihren Ursprung in unseren Werten und die richtige Taktik im Umgang mit diesen Werten entscheiden über ein positives oder negatives Ergebnis.
Wie entstehen Werte?
Die Quellen sind vielfältig, die häufigsten sind jedoch (geprägt in verschiedenen Entwicklungsstufen in unserem Leben): Eltern (Familie), Freunde, Geographie, Wirtschaftliche Verhältnisse, Medien, Religion & Glaube, Soziales Umfeld oder die Erfahrungen in der Schule. Man kann diese natürlich noch weiter herunter brechen. Häufig ist für die Veränderung oder Aufarbeitung eines Wertes wichtig, in welcher Phase des Lebens er entstanden ist. Werte können fest verankert sein und sich ändern (meist du emotionale Ereignisse in unserem Leben – was dabei emotional ist oder nicht, entscheiden wir natürlich selbst).
Es wäre leicht noch viel mehr dazu schreiben (vielleicht sogar ein Buch…), fürs erste hoffe ich einen Denkansatz gegeben zu haben.
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- Selbsthypnose noch besser machen
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