Selbstcoaching Tipps gegen Prokrastination / “Aufschieberitis”
Am einfachsten funktioniert es wenn man sich von der unten stehenden Liste einen Punkt aussucht und diesen regelmäßig konsequent befolgt. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die alles auf einmal implementieren wollen sehr schnell gar nichts mehr umsetzen von dem, was sie sich vorgenommen haben.
1. Wie isst man einen Elefanten? Einen Happen nach dem anderen. Brechen Sie größere Projekte häppchenweise runter und legen sie sich eine Zeitlinie für sich selbst an, wann diese kleineren Häppchen erledigt sein sollen.
2. Denken Sie daran, dass jedes Projekt auf einen zeitlichen Rahmen beschränkt ist. „ Ich erledige alle meine Telefonate in 1 h.“ „ ich mache jetzt Ablage für die nächsten 30 min.“ usw. nehmen sie sich tatsächlich einen Timer zu Hand. Sie werden erstaunt sein wie viel man mit konzentrierter Arbeit innerhalb eines vorgegebenen zeitlichen Rahmens erledigen kann.
3. Überprüfen Sie Ihre Selbstgespräche. Verwenden Sie viel „Ich muss noch…“ oder „Ich sollte…“? Ersetzen sie diese Variante mit einer Formulierung, welche Auswahl und Möglichkeiten suggeriert. Wenn Sie nicht glauben die Möglichkeit zu haben etwas zu tun, dann tun Sie es nicht.
4. Essen Sie eine lebendige Kröte am Morgen und ihnen wird den ganzen Tag über nichts Schlimmeres passieren. Finden Sie diese Kröte – jede Aufgabe, welche Sie immer wieder aufgeschoben haben und die ständig über Ihrem Kopf baumelt. Dieser Vorgang wird eine enorme Last von Ihnen nehmen und gleichzeitig die Produktivität für den gesamten restlichen Tag fördern.
5. Arbeiten Sie mit den drei Fragezeichen. Wenn Papierkram in ihr Büro oder nach Hause kommt, wählen Sie zwischen folgenden drei Möglichkeiten: Ablage, Handlungen, Wegschmeißen. Ganz wichtig, die Ich-lege-es-erstmal-hierhin-Variante steht nicht zur Auswahl.
6. Entledigen Sie sich einer Menge Stress, der durch die Masse an Papier in Ihrem zu Hause und Büro entsteht und schaffen Sie sich ein Ablagesystem an.
7. Machen Sie einmal pro Woche einen Termin mit sich selbst, um die kommende Woche zu planen. Während dieser Sitzung schreiben Sie alle wichtigen Aktivitäten und Aufgaben so auf, dass Sie einen konkreten Plan haben, wie Sie ihre Absichten Schritt für Schritt erledigen können.
8. Wenn Sie Ihre Zeit planen, so schließen Sie sowohl dringende wie auch nicht dringende (aber wichtige) Aktivitäten mit in Ihren Plan ein. Achten Sie dabei besonders darauf, dass nicht dringende, aber wichtige Aktivitäten nicht den ausschließlich dringenden zum Opfer fallen.
9. Legen Sie sich Termine mit sich selbst, um administrative Arbeiten zu erledigen (Rechnungen überweisen, Lesen etc.). Behandeln Sie diese Zeit so als wäre es ein Termin mit jemandem anderen.
10. Nehmen Sie sich 15 min am Ende jeden Tages, um Dinge aufzuräumen und einen Blick in den Kalender für den nächsten Tag zu werfen. Legen Sie sich schon einmal zurecht was Sie morgen brauchen werden, um in Ruhe vorbereitet sein.
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5 Minuten Podcast: Prokrastination – Mittel gegen Aufschieberitis









Hallo Heiko
Alles richtig und wichtig, aber einen besonders wichtigen Punkt hast du unerwähnt gelassen:
11. Setzen Sie zwischen jede “Muss” Aufgabe “Will” Zeiten. So können sie für einige Minuten Ihr “Kopfkino” nutzen um auch gedanklich von einem Thema ins nächste zu wechseln.
Stimme ich absolut zu. Vermutlich sollte man die Liste regelmäßig um weitere Punkte vergrößern
Hallo lieber Heiko,
ein wundervoller Artikel “für gegen” die Aufschieberitis!!
) Der Vergleich mit der Kröte gefällt mir gut – ist so ein bischen wachsen jeden Tag!!
)
Danke und viele Grüße!!
)
André
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