Warum Führung jedem immer hilft
Immer wieder mache ich eine interessante “Entdeckung”…
Wenn man irgendwo das Wort “Führung”, “Führungsverhalten” o.ä. hört, denken viele, dass diese Themen nur für Wirtschaftspersonen, Manager oder karriere-ambitionierte Leute sind. Weit gefehlt! Es geht dabei nicht (nur) um die Führung anderer (z.B. eines Teams), sondern zu allererst einmal um die Führung der eigenen Person. In fast allen Büchern, die ich zum Thema Führung, oder auch Leadership, gelesen habe, heißt es: Um andere effektiv führen zu können, muss man zunächst einmal in der Lage sein, sich selbst führen zu können.
Wie wahr! Und Selbstführung ist nicht einfach. Es beinhaltet meistens Themen wie:
- Wissen wohin man möchte (Ziele, Visionen) und wie man dorthin gelangt (Strategie, Plan)
- Wie man Krisen auf dem Weg dorthin nicht nur überlebt, sondern wie man auch gestärkt daraus hervorgeht (Krisenmanagement)
- Wie man dabei noch etwas für die Zukunft lernt (Feedback, Reflektion) und natürlich nicht die Fassung verliert, schon gar nicht vor anderen (Emotionskontrolle, Zustandsmanagement)
- Wie man bei alledem stets konzentriert bleibt und sich nicht ablenken lässt (Disziplin, Konsequenz)
- Wie man auch anderen nebenbei hilft und seine Mitmenschen, Kollegen etc. unterstützt (Kommunikation, Motivation)
- Und natürlich wie man bei alledem niemals den Glauben an sich selbst verliert (Selbstwert, Selbstvertrauen)
Betrachtet man sich jetzt einmal nur die Worte in den Klammern, so ist man wieder schnell bei den “typischen” Management-Themen. Was ich hiermit zeigen möchte ist, dass das Thema Führung und das persönliche Streben nach Erfolg und Glück sehr ähnliche und z.T. dieselben Inhalte haben. Und dies ist kein Zufall!
Die Qualitäten, die einen im Beruf nach vorn kommen lassen, sind dieselben, die auch (natürlich gibt es dabei individuelle Zusammensetzungen) privat dazu führen, dass man seine Ziele erreicht. Was bei der Einzelperson wirksam ist, ist auch bei einer Mehrzahl von Personen wirksam (oder einem Team…). Es ist dieselbe Psychologie, es sind dieselben Grundbedürfnisse und dieselben emotionalen Sehnsüchte, daselbe menschliche Verhalten und der Wunsch nach Veränderung. Schaut man bei “erfolgreichen” Menschen (die, die wir in der westlichen Welt gern als erfolgreich bezeichnen) etwas genauer hin, so sind nur die wirklich erfolgreich, die es erfolgreich schaffen, die genannten Prinzipien sowohl beruflich wie auch privat anzuwenden. Dieses Gleichgewicht ist wichtig. Nur in einem Bereich erfolgreich zu sein, führt zu einem Ungleichgewicht und der eine Teil kann den anderen auf Dauer nicht kompensieren. Ein Beispiel dafür sind finanziell und beruflich erfolgreiche Stars, deren Privatleben ein Scherbenhaufen ist. Nicht selten führt dies zu tragischen Unglücken wie z.B. bei Drogenexzessen oder sogar Todesfällen vieler sogenannter Stars.
Menschen mit einem wirklich guten Führungsverhalten auf allen ebenen, werden meist nur auf zweierlei Art und Weise betrachtet: Bewunderung oder Neid. Sie haben alles, zumindest scheint es so. Warum? Weil sie dieselbe Nachhaltigkeit bei der Ausübung bestimmter Verhaltensweisen in allen Lebensbereichen an den Tag legen. Kein Zufall also!
Was ich ebenfalls noch hinzufügen möchte, denn das scheint das Wichtigste zu sein: Führung, egal ob es einen selbst oder auch andere betrifft, erfordert eine Menge Eigenverantwortung. Die Fähigkeit die Verantwortung zu übernehmen ist nach meiner Ansicht DAS herausragende Kriterium, welches unterschwellig bei allen übrigen vorhanden sein sollte.
- Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen, auch wenn man scheinbar nichts mit einer bestimmten Situation zu tun hat.
- Verantwortung für alles was man tut, und vor allem für was man nicht tut.
-Verantwortung für sein Denken, seine Entscheidungen und dafür nicht alles persönlich zu nehmen, sondern zu lernen bzw. willig zu sein zu lernen.
- Schließlich auch die Verantworung für eigene Rückschläge selbst zu übernehmen, ohne andere Gründe anzuführen
Gerade bei diesem so wichtigen ersten Ansatz der Verantwortung scheitern die meisten Menschen. Und warum? Weil es einfach einfach ist äußere Umstände für eigenes Versagen anzuführen. Aber sich selbst in die Augen zu sehen und sich einzugestehen, dass man selbst für den eigenen Schmerz o.ä. verantwortlich ist, erfordert Kraft und Mut. Letztlich genau die Punkte, die einem auch helfen gestärkt daraus hervor zu gehen.
Einige Empfehlungen für hervorragende Bücher (allesamt Bestseller, “privat” wie auch im Business) hätte ich noch:
Denke nach und werde reich. Die Erfolgsgesetze“>
Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“>
Das Semco System: Management ohne Manager. Das neue revolutionäre Führungsmodell“>








