Einfachheit siegt

Können Sie sich vorstellen, dass Sie eines Tages aufwachen und zu selbst sagen: “Mein Leben ist viel zu einfach. Es ist höchste Zeit mehr Komplikationen hinzuzufügen.”?

Ich kann es auch nicht. Dennoch ist es erstaunlich, dass nicht wenige Unternehmen und auch jeder einzelne von uns, immer wieder umständliche “Ballaststoffe” aufsammeln und dann vergessen sie wieder abzulegen. Sie sind immer noch da und mittlerweile zur Gewohnheit geworden, ohne dass wir es richtig gemerkt haben.

Das Thema “Multi-Tasking” ist ja äußerst populär. In den meisten Fällen erweist sich der Versuch des Multi-Tasking allerdings als Hindernis. Denn je mehr Dinge meine Aufmerksamkeit verlangen, desto weniger Aufmerksamkeit kann ich logischerweise den einzelnen Themen widmen. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf die Produktivität aus.

Deshalb ist der Grundsatz – Eins nach dem anderen – nicht selten besser. Es ist sinnvoller eine Sache vernünftig zu machen und auch abzuschließen, als mehrere Dinge zu beginnen und nur fast zu beenden. Zudem wirkt sich volle Aufmerksamkeit auf eine Sache positiv für das jeweilige Projekt aus.

Eine weitere Komplikation, die sich scheinbar unweigerlich einschleicht, sind Ablenkungen. Ablenkungen kosten wohl die meiste Zeit, die einem dann am Ende des Arbeitstages fehlt. Um sie wirkungsvoll in den Griff zu bekommen bzw. zu vermeiden, muss man sie zunächst kennen und wahrnehmen. Eine Methode dies zu tun ist, sich stündlich Notizen zu machen, was genau man in den vergangenen 60 Minuten tatsächlich gemacht hat. Nach kurzer, aber regelmäßiger, Durchführung dieser kleinen Aufgabe, achtet man schon von selbst viel besser auf mögliche Ablenkungen und kann sie so sofort unterbinden.

Eines Tages… Die Einstellung “Demnächst werde ich” oder Prinzipien à la bald, später, irgendwann usw. sind trügerisch. Ein vielleicht harter, aber definitiv wirkungsvoller Grundsatz lautet: Tu es oder lass es. Studien zeigen, dass wenn eine Aufgabe nicht innerhalb von 48 Stunden in irgendeiner Form angegangen wird, es gar nicht mehr geschieht.

Gerne halten wir uns so viele Möglichkeiten offen wie es nur geht. Warum eigentlich? Weil wir Angst haben, dass das eine Pferd auf das man setzt vielleicht nicht gewinnt. Das ist legitim. Um dies zu umgehen benötigt man jedoch keinen ganzen Stall an Reservepferden, oder? Denn jedes einzelne Pferd benötigt Aufmerksamkeit. Womit wir wieder beim Multi-Tasking wären…

Zusammengefasst hier 4 kurze Anregungen für mehr Einfachheit:

1. Alle Aufmerksamkeit auf EINE Sache zu einer bestimmten Zeit!
2. Eliminieren Sie Ablenkungen rigoros!
3. Wenn es halb-fertig ist, beenden oder eliminieren Sie es!
4. Tun Sie es jetzt! Keine Chance der Prokrastination!

2 Responses to “Einfachheit siegt”

  1. Andre sagt:

    Hallo lieber Heiko! :-)

    Ein fantastischer Beitrag! Vielen Dank – und so wahr! :-) Das so häufig gerforderte Multi-Tasking lässt uns nicht aus der “grauen Zone” herauskommen. Diese graue Zone, in der wir zwar vieles tun, aber nichts davon richtig.

    Zeit für mehr Einfachheit.

    YES! :-)

    Liebe Grüsse,

    André

  2. Mike sagt:

    Hi, nice posts there :-) thank’s for the interesting information

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