3 Schlüssel für gute Mitarbeiterzufriedenheit
Mitarbeiter einfach nur zufriedenstellen kann nicht das einzige Ziel sein!
Ziel sollte es sein, sich Mitarbeitern gegenüber so zu verhalten und sie so zu führen, dass sie sich automatisch wohlfühlen und dadurch gut arbeiten. Die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern, dafür gibt es die verschiedensten Ansatzpunkte. Genau genommen hängt es erstmal von zwei Faktoren ab: Dem Mitarbeiter selbst und der Führungsperson.
Die Zutaten, mit denen beide ihre Suppe kochen, sind u.a. Leidenschaft, Motivation, Lernbereitschaft, Fachwissen, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Übereinstimmung der Werte, Produktivität, effektives Zeitmanagement, gute (positive) Kommunikation etc.
Aus Sicht der Führungsperson müssen alle diese Punkte (individuell mehr oder minder stark) berücksichtigt, aufeinander abgestimmt und gleichermaßen gefördert werden. Das setzt voraus, dass die Führungskraft in ALL diesen Punkten als Vorbild vorangeht und genau vorlebt, was sie sich von den eigenen Mitarbeitern verspricht. Wichtig an dieser Stelle: Ein Vergehen hat eine vielfach höhere Auswirkung als ein positiv vorgelebtes Verhalten. Deshalb muss der Anspruch der Führungsperson sehr hoch sein. Und das ständig! Jeden Tag!
Ein normaler Angestellter verbringt ca. die Hälfte seiner Zeit (in der er nicht schläft) am Arbeitsplatz. Deshalb sollte dieses Umfeld die eigene Entwicklung fördern, wenn möglich nicht nur beruflich sondern auch persönlich. Die eigenen Mitarbeiter sind das wertvollste Gut des Unternehmens, der Abteilung und der Führungsperson.
Es gibt 3 Schlüsselpunkte, die die Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig fördern, sofern sie regelmäßig und authentisch umgesetzt werden von Seiten der Führungskraft.
1. Zeigen Sie, dass Sie vorbereitet sind!
Je besser Sie vorbereitet sind bzw. je mehr Sie über die Mitarbeiter wissen, desto effektiver und ergebnisorientierter verläuft die Kommunikation. In Bezug auf das Stellen von Fragen ist dieser Punkt genauso wichtig. Ist man nicht genügend vorbereitet, so “palavert” man herum während kostbare Momente verstreichen. Momente, die sowohl arbeitstechnisch produktiv sein, als auch die Beziehung vertiefen könnten. In Vorbereitung investieren, seine Hausaufgaben machen, sich auf den Mitarbeiter einstellen. Das sind wesentliche Punkte zur gemeinsamen Basis zwischen Führungsperson und Mitarbeiter.
Eine gute Vorbereitung ist leicht wenn Folgendes berücksichtigt und umgesetzt wird…
2. Zeigen Sie wirkliches Interesse am Mitarbeiter!
Je mehr Interesse man am Mitarbeiter hat (und vor allem auch zeigt!), desto mehr drückt man aus, dass man ihn/sie schätzt. Wertschätzung und Anerkennung sind emotionale Grundbedürfnisse. Diese lassen sich durch hohes Interesse ideal demonstrieren. Die wichtigste Zutat hierbei: Authentizität! Wenn es nicht ernst gemeint ist, sollte man es unterlassen. Kaum etwas wiegt schlimmer als geheucheltes Interesse.
3. Helfen Sie anderen Einsichten zu gewinnen!
Die Kunst in der Führung, genau wie im Coaching, liegt darin, dass der Mitarbeiter eine Lösung oder Einsicht möglichst selbst entdeckt. Dadurch hat man das Gefühl, diese gehöre einem selbst. Ein tolles Gefühl, wahrhaftig. Diese Vorgehensweise ist wesentlich effektiver für die Begeisterung und den Eigenantrieb des Mitarbeiters als wenn man jede Anweisung einfach vordiktiert. Das Gefühl ein Problem selbst gelöst zu haben steigert zudem das Selbstwertgefühl, ein ebenfalls wichtiger Aspekt. Die Voraussetzung für das unbewusste Hinführen zur Findung eigener Einsichten erfordert sehr gute kommunikative Tools von der Führungskraft. Eine Investition die sich lohnt!
Durch die Berücksichtigung dieser 3 Punkte entsteht eine sehr gute Basis für eine produktive Zusammenarbeit. Im Grunde genommen einfache Dinge. Die größten Gefahren lauern im Ego, eigenen Interessen, persönlichen Vorbehalten, Neid und natürlich eigener Unzufriedenheit. Um dem unkontrollierten Hervorplatzen dieser Eigenschaften vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Führungsperson ständig an sich selbst arbeitet und sich kontinuierlich weiter entwickelt. Fachlich, führungstechnisch und persönlich.









Das passt ins Bild. Wichtigster Punkt der Mitarbeiterzufriedenheit ist, aus Sicht des Mitarbeiters, die Beziehung zu seinem direkten Vorgesetzten. Diese Beziehung ist für das Wohlbefinden sogar wichtiger als Gehalt und Arbeitszeiten. Entsprechend sorgsam sollte man diese Bande pflegen. Leider wissen das offenbar nur sehr wenige Führungskräfte, bzw. sie ignorieren es.
Die drei Schlüsselpunkte sind auch für mich die drei wichtigsten Punkte. Nur: Es darf nie aus Berechnung passieren, sondern muss unbedingt immer authentisch sein.
Generell gehört die Mitarbeiterzufriedenheit zu den Dingen, die sehr wichtig, aber nicht dringend sind. Deshalb muss man sich bewusst Zeit dafür nehmen, ansonsten stehen nur die dringenden Aufgaben im Vordergrund.
Hallo Heiko,
Du hast es wirklich sehr treffend auf den Punkt gebracht – diese 3 Punkte sind essentiell, wenn es um die Zufriedenheit der Mitarbeiter geht.

Vor allem ist es wichtig, das Wachstum (beruflich sowie persönlich) der eigenen Mitarbeiter zu fördern. Das hilft nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch der Führungskraft – indem sie sich weitere Führungskräfte heranzieht.
Nur schwache Führungspersönlichkeiten halten Ihre Mitarbeiter klein.
Es gibt einen Satz, der sich mir aus dem CEO Training von Dean Radtke quasi in mein Gehirn gebrannt hat:
“Don’t work alone!”
Somit kann meine Umgebung schaffen, in der die Mitarbeiter nicht nur zufriedener sind, sondern auch die Arbeit viel effizienter und mit mehr Spaß gemacht wird!
Einen lieben Gruss aus Bonn!
André