Was ich von Papa Schlumpf lernte…
Kennen Sie „Scrubs“, die TV-Comedy-Serie aus den USA?
Es ist immer wieder erstaunlich, in welchen Zusammenhängen und bei welchen Quellen man heutzutage Ansätze zum Thema Führungsverhalten und Mitarbeiterzufriedenheit findet. So auch bei „Scrubs“. Letzte Woche sah ich eine Folge, in der der Hauptdarsteller Zach Braff alias John Dorian an seinen Führungsfähigkeiten arbeiten sollte. Sein bester Freund Turk half ihm anhand eines Beispiels der Schlümpfe auf die Sprünge: „ Mach es wie Papa Schlumpf. Drei Dinge sind wichtig: Vorbereitung, Inspiration, Angst.“
So unrecht hat Turk bzw. Papa Schlumpf nicht.
Vorbereitung ist essenziell für sämtliche Aufgaben, die eine Führungskraft zu bewältigen hat. Meetings, Geschäftstermine, Telefonate, strategische Planung und Umsetzung, finanzielle Transaktionen, Weiterbildung, Teambuilding, Mitarbeiterzufriedenheit, Pflege von Beziehungen usw. All diese Faktoren benötigen Vorbereitung. Vorbereitung ist deshalb so wichtig weil es u.a. das Risiko vor unerwarteten Vorfällen mindert. Je besser man vorbereitet ist, desto weniger kann einen überraschen. Außerdem reduziert es gleichzeitig Angst. Je mehr mir über eine Sache bekannt ist, umso besser kann ich Eventualitäten berücksichtigen. Und umso weniger unbehaglich erscheint eine Situation. Minimiert man Angst, steigert das im Umkehrschluss einen anderen, wichtigen Faktor: Selbstbewusstsein!
Inspiration ist für den täglichen Umgang mit Teams, anderen Führungskräften, Kunden, Vorgesetzten, kurz allen Menschen, ebenso wichtig. Je mehr eine Person inspiriert ist, desto motivierter, besser und konzentrierter arbeitet sie. Wichtig ist hierbei, dass Inspiration von innen kommt. Anders als Motivation, die häufig von außen versucht wird zu integrieren, schaffe ich Inspiration über Visionen, Werte und gemeinsame Ziele. Die Motivation kommt dann von ganz allein. Womöglich dauert es etwas länger Inspiration zu verbreiten als Motivation. Dafür wirkt es jedoch um eine Vielfaches länger, da ich von außen deutlich weniger nacharbeiten muss als bei ständiger Motivation (mit wahrscheinlich immer wiederkehrenden Sprüchen und Phrasen).
Im letzten Punkt stimme ich mit Papa Schlumpf nicht wirklich überein. Eine gute Führungskraft sollte keine Angst verbreiten. Angst kann Menschen durchaus antreiben, die meisten jedoch lähmt sie. Deshalb ersetzt man diesen Punkt durch „Commitment“ (sich etwas/jmd gegenüber verpflichten), was ich gern als Verbindung von Disziplin, Konsequenz und Entschlossenheit sehe. Mit dem nötigen Commitment schafft man es in Situationen, in denen Hindernisse auftauchen, weiter zu machen. Ist das Commitment da, so entwickelt man ganz natürlich Kreativität, Durchhaltevermögen und Geduld.
Wer hätte es gedacht? Aber manchmal kommen sehe weise Worte von Quellen, wo man es nicht unbedingt erwartet.
Die nächste Folge Scrubs hier








