Der innere Kreis der Führungsperson

“Der beste Chef ist der, der einen Sinn dafür hat, die richtigen Leute auszuwählen, um zu erreichen was erreicht werden soll und genügend Zurückhaltung, um ein Einmischen zu verhindern, während sie es tun.” – Theodore Roosevelt

Anfang des Jahres schrieb John Maxwell in seinem Newsletter einen interessanten Artikel über den inneren Kreis von Führungspersonen – den “inner circle”. Dieser Kreis beinhaltet Menschen, die der Führungsperson am Nächsten sind, ihr Verhalten und Denken am meisten beeinflussen und den meisten Kontakt mit ihr haben. Dieser Kreis kann Erfolg fördern oder eben auch Misserfolg.

In seinem Artikel beschreib Maxwell fünf Fragen, die man sich bei der Auswahl dieses Kreises stellen sollte:

1. Demonstrieren Sie einen beispielhaften Charakter in allem was sie tun?

Betrug und Täuschung zerstören Führung wie Krebs. Ist ein Teammitglied des inneren Kreises unehrlich, so kann das den ganzen Kreis negativ beeinflussen und Schande oder Misserfolg verursachen. Ganze Organisationen sind schon zu Fall gebracht worden – durch den Einfluss eines faulen Eis.

2. Bringen sie Wert mit ein?

Unterliegt der innere Kreis einer Unausgewogenheit, so kann das dazu führen, dass die Führungsperson sich einer Seite zuneigt. Bei der Zusammenstellung des Kreises sollte man auf Vielfalt unter den Persönlichkeiten und den jeweiligen Perspektiven achten. Dadurch erweitert man automatisch den Horizont des Kreises und den eigenen Einfluss.

3. Haben sie eine strategisch wichtige Position und Einfluss innerhalb des Unternehmens?

Die Mitglieder des inneren Kreises müssen eine Plattform und genügend Einfluss besitzen, um die Ideen der Führungsperson nachhaltig realisieren zu können. Kann man sich nicht auf sie verlassen wenn es um Umsetzung von Strategien geht, sollten sie nicht mit einer Position innerhalb des Kreises betraut werden. Außerdem können Ratgeber ohne Einfluss das politische Gleichgewicht innerhalb der Gruppe negativ beeinflussen. Bemerkt eines der Top-Mitglieder des Kreises, dass der Einfluss eines inkompetenten Kollegen genauso viel oder mehr Gehör findet, könnte die eigene Motivation einen Schlag erhalten.

4. Bringen sie Wert in die Organisation und für die Führungsperson mit ein?

Stößt ein neues Mitglied in den inneren Kreis, so sollte die Führungsperson in der Lage sein, den gewonnen Wert ganz klar definieren zu können. Fragen Sie sich: Was bringt er/sie mit in die Diskussion ein? Wo liegt sein/ihr Expertenwissen? Welche einzigartigen Fähigkeiten hat er/sie, um den Wert des Kreises zu steigern?

5. Beeinflussen sie andere Mitglieder positiv?

Liegt die Verantwortung für ein positives Arbeitsklima ausschließlich bei der Führungskraft, geht zuviel Energie für Motivationsaufgaben verloren. Differenzen bei Diskussionen sind durchaus gesund, persönliche Animositäten hingegen sind Gift für ein gutes Arbeitsklima. Achten Sie auf eine hohe emotionale und soziale Intelligenz jedes einzelnen Mitglieds des inneren Kreises.

Dies ist ein hervorragender Satz von Fragen, um einen inneren Kreis für eine Führungsperson zusammen zu stellen.

Viel Erfolg :-)

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