Zwei kleine Jungs und Überzeugungen
Vor einigen Jahren beobachtete eine Lehrerin an einem See zwei kleine Jungs. Es war ein warmer Sommertag und die Jungs spielten herum. Nachdem sie ein bisschen spielten, setzten sie sich und redeten. Die Lehrerin saß ganz in der Nähe und hörte dem Gespräch der beiden aufmerksam zu.
Ob sich die beiden Jungs kannten oder nicht, vermochte die Lehrerin nicht zu beurteilen. Jedenfalls hatten sie sich viel zu erzählen, bis schließlich einer der beiden Jungs den anderen fragte: “Was möchtest du einmal werden wenn du groß bist? Ich werde ein Chirurg sein.”
“Puuuh, das weiß ich wirklich nicht. Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich bin nicht wirklich schlau, weißt du.”
Der Rest des Gesprächs verlief so vor sich hin. Die Lehrerin jedoch dachte lange darüber nach, woher der kleine Junge diese einschränkende Überzeugung über sich selbst nur her gehabt haben könnte. Wahrscheinlich von einem Lehrer! Oder den Eltern. Wenn er in seinem noch jungen Alter von sechs Jahren diese Überzeugung nicht ändert bzw. wenn ihm keiner dabei hilft, so wird es den Rest seines Lebens beeinflussen. Sie wird seinen Glauben an Möglichkeiten limitieren und sein wahres Potential verborgen lassen.
Überzeugungen sind nicht wahr! Sie sind Konstrukte, um welche wir unser Verhalten organisieren. Das bedeutete, dass jeder von uns sich so verhält als würden die eigenen Überzeugungen absolut wahr sein. Aus diesem Grund werden all unsere Überzeugungen wahr. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ermutigend oder einschränkend sind, sie sind selbsterfüllende Prophezeiungen.
Diese Geschichte stammt aus einem Buch von Sue Knight.








