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Warum man selbst sein wichtig ist

Rollo May schreibt in seinem Buch “Man´s Search for Himself”, dass das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft nicht Angst ist… es ist Konformität.

Die, die sich nicht allem gleichermaßen anpassen hatten und haben es selten leicht. Sie scheinen manchmal gefürchtet und doch gebraucht. Beachten Sie eines: Es wird NIE jemanden geben, der genauso ist wie SIE. Es gab auch niemanden. Genau das ist der Grund warum es so wichtig ist man selbst zu sein. Auf jeden Fall wichtiger als die Angst, die Menschen zur Konformität treibt.

Die, die vom Status Quo am meisten profitieren, sind naturgemäß am wenigsten an Veränderung interessiert. Sie finden Verbündete in den Ängstlichen und den Autoritätsfiguren. Die eigenen Ideen werden häufig unterdrückt, aus Angst, dass Sie keine Akzeptanz, oder schlimmer noch, Verachtung, finden. Autoritäre Führungsfiguren bringen schnell Drohungen oder die Ankündigung von Sanktionen mit ein, sollte dies oder das nicht erfüllt sein oder falls jemand “aus der Reihe tanzt”. Die, die nach Konformität streben haben keine Schwierigkeiten große Gruppen von ähnlich denkenden Menschen hinter sich zu wissen.

Könnte es sein, dass der Antrieb Individualität unterdrücken zu wollen ganz einfach nur in Angst begründet ist? In fehlendem Vertrauen? Weise Führungspersonen und Vordenker haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind normalerweise nicht “angepasst” und Sie leben ein regelrechtes Vertrauen in das Gute, in Freundlichkeit und in die positive Entwicklung der Menschen. Egal in welchem Bereich.

Das Gegenteil ist der Fall bei Diktaturen. Es wird Angst proklamiert, es wird gedroht und natürlich bestraft. Egal ob diese Diktatkur staatlicher oder wirtschaftlicher Natur ist.

Das eigene Ich, die eigene Identität, zu unterdrücken (ob durch Angst, Druck oder mangelndes Vertrauen) führt fast immer zu Schwierigkeiten. Das ist der Grund warum MILLIONEN von Menschen heutzutage frustriert oder gar deprimiert sind. Sie geben sich selbst auf in der Hoffnung Akzeptanz von denen zu bekommen, die ihnen ohnehin nichts bedeuten.

Nehmen Sie die Herausforderung an! Seien Sie wer Sie wirklich sind. Mit Überzeugung! Ganz gleich, ob Sie vielleicht auf temporäre Nicht-Zustimmung durch andere stoßen könnten. Konformität hat nicht viele Argumente, die dafür sprechen. Vertrauen ist essenziell. In sich selbst und auch in andere. Wenn Sie sich selbst nicht vertrauen, Ihren Fähigkeiten, Ihrem Selbst und all Ihren Eigenschaften, die Sie ausmachen… wie soll jemand anderes es tun?

Gut, es gibt einen Preis. Einige Menschen, womöglich sogar Freunde, werden versuchen Veränderungen zu untermauern und auch zu verhindern. Das muss nicht aus böser Absicht passieren, häufig ist es Angst. Angst jemanden zu verlieren, der seinen eigenen Weg geht und dessen Mut man selbst nicht hat. Jedoch ist der Preis, den man für das Aufgeben des eigenen Selbst bezahlt, wesentlich höher und auf jeden Fall schmerzvoller.

Und das Formulieren eines Satzes, der in meinen Augen mehr weh tut als jeder andere: Säzte, die beginnen mit “Hätte ich doch bloß…”

Negative Emotionen willkommen heißen beseititigt sie schneller als alles andere

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3 Responses to “Warum man selbst sein wichtig ist”

  1. Andre Loibl says:

    Hallo lieber Heiko!
    Danke für diesen wundervollen Beitrag!!
    Du hast recht, der Preis für Konformität ist viel zu hoch, als die Bequemlichkeit sich lohnen würde:
    Man bezahlt nämlich mit seinem Leben.
    Mit einem Leben, das weit unter dem bleibt, was es eigentlich sein könnte und vor allem auch sein sollte:
    Der freudig strahlende Ausdruck der eigenen Persönlichkeit – der Ausdruck der höchsten Freude.

    Viele Grüsse,
    André

  2. thomas says:

    Oh ja, genauso wie “was wäre wenn ich” Sätze ;-)

  3. Heidi says:

    Sich selbst wichtig zu sein, für viele Menschen gleichbedeutend mit “Egoismus”, dabei geht es um etwas ganz anderes. Meist aus Trotz oder Krise geboren kommt der Gedanke nun endlich mal sich selbst zu sein oder sich zu verwirklichen. Das ist falsch, denn kommen wir nicht alle “neutral” zur Welt und werden dann geprägt oder lassen uns prägen von verschiedenen Einflüssen. Wer bin ich, das fragen sich viele Menschen und verschwinden damit in der Vergangenheit und der in der Forschung nach dem “eigenen ich”. Es muss alles analysiert werden ” wenn das nicht gewesen wäre, dann hätte ich heute” , wir suchen nach Erklärungen für das Heute und warum vieles so ist wie es ist, so können wir Jahre damit zubringen Schuldige zu suchen, Erklärungen zu haben oder vielleicht auch Rechtfertigungen, wenn wir unzufrieden sind mit dem was ist.
    ABER :
    Jede Lebenssituation bietet die Möglichkeit zu hinterfragen, denn es gibt “MICH” jetzt und heute. Wenn ich unglücklich bin in einer Beziehung und denke meinem Partner nicht wichtig zu sein, dann frage ich mich “bin ich mir nicht wichtig genug” ? Wenn ich mir wichtig wäre, dann würde mein Streben nach “wichtig sein” ganz allein in meinen Händen liegen das wäre Freiheit und Unabhängigkeitund würde mich dem “ICH” sehr nahe bringt. Damit zusammen hängt auch “das Glück nicht binden an”, dann ist man sich selber wichtig, denn alles um einen herum ist vergänglich und lässt sich nicht festhalten. Ich bin glücklich wenn “alles so ist wie ich es mir vorstelle”, daraus resultiert die Frage ” was stelle ich mir vor”, je weniger es ist, desto glücklicher werde ich sein, denn dann habe ich es gefunden das “Glück und die Freude” unabhängig von Gegebenheiten, Dingen oder anderen Menschen, denn ich habe es selber in der Hand “mir wichtig zu sein”

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